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Hausaltar: Echnaton, Nofretete und drei ihrer Töchter unter dem Strahlenaton

Ident. Nr.: ÄM 14145

ObjID: obj:607132

Details (Expert)

Beteiligte
Datierung
Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
Weitere Titel
Sammlungstitel: Hausaltar: Echnaton, Nofretete und drei ihrer Töchter unter dem Strahlenaton
Übersetzung: The royal family (household altar): Akhenaten, Nefertiti and three of their daughters beneath the god Aten
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 33,5 x 39,5 x 3,5 cm

Objektbeschreibung

Diese Reliefplatte ist das Altarbild eines Schreins und hat sich nur noch in diesem Stück in Vollständigkeit erhalten. Sie zeigen das königliche Paar in vertrautem Beisammensein mit seinen Kindern und darüber die Erscheinungsform, in der Echnaton den Gott Aton gesehen hat und darstellen ließ: als Sonnenscheibe mit einer Vielzahl von Strahlenarmen, die zur Erde gerichtet sind und "Lebenszeichen" reichen. Standen sich früher König und Gott auf gleicher Ebene gegenüber, so ist Aton nun in der hoch an den Himmel gesetzten Sonnenscheibe sichtbar. Stellvertretend für die Menschheit ist das Königspaar Echnaton und Nofretete mit seinen Töchtern dargestellt, was auf jene Rolle als Mittler zwischen Mensch und Gott hinweist. Die Darstellung zeigt eine intime, zärtliche Familienszene des Herrscherpaares zusammen mit den kindlichen Prinzessinnen.

Letzte Aktualisierung: 25.02.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).