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Kopf einer Königin

Ident. Nr.: ÄM 21245

ObjID: obj:607134

Details (Expert)

Beteiligte
Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG) (24.1.1898),
Auftraggeber*in
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Datierung
Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
Datierung engl.: Amenhotep IV / Akhenaten
Weitere Titel
Sammlungstitel: Kopf einer Königin
Übersetzung: Head of a queen
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 11 x 6,8 x 8,5 cm

Objektbeschreibung

Der unterlebensgroße Kopf zeigt eine königliche Frau, deren Identität unbekannt ist. Das Gesicht hat eine ovale Form, eine kräftige Nase und volle Lippen. Reste von schwarzer Bemalung finden sich an den unfertigen Augen und den Augenbrauen. Spuren von roter Farbe haben sich auch auf den Lippen erhalten. Das jugendlich wirkende Gesicht ist gekennzeichnet durch leicht gesenkte Oberlider, die zusammen mit dem flachen Übergang der noch nicht ausgeprägten Tränensäckchen zu den Wangen den vielfach erwähnten „verschleierten Blick“ hervorrufen. Die Vertiefungen an der Stirn und den Schläfen waren vermutlich für eine Perücke oder Krone gedacht, was auch die fehlenden Ohren am Kopf erklären würde und darauf hindeutet, dass dieser Kopf Teil einer Kompositstatue war.
Die in der Literatur aufgestellte These, dass es sich hier um Kija, die bekannte Nebenfrau Echnatons, oder auch um Merit-Aton, eine Tochter Echnatons und Nofretetes, handelt, kann nicht eindeutig entschieden werden. Die Gesichtszüge schließen allerdings eine Zuweisung an Nofretete aus.
Aus: Jung, M., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 346 (Kat.-Nr. 127).

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).