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Sitzfigur des vergöttlichten Imhotep mit Papyrusrolle

Ident. Nr.: ÄM 15428

ObjID: obj:607294

Details (Expert)

Datierung
Historische Datierung: 25. Dynastie (Kuschiten)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Sitzfigur des vergöttlichten Imhotep mit Papyrusrolle
Übersetzung: Seated Figure of the Deified Imhotep with a Papyrus Roll
Geografische Bezüge
Material / Technik
Bronze (Material / Metall)
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 13 x 4,5 x 9,5 cm

Objektbeschreibung

Imhotep war Baumeister und Arzt unter König Djoser (um 2700 v. Chr.). Seine architektonischen Leistungen sind in der Stufenmastaba in Sakkara, dem Vorläufer der späteren Pyramiden, bis heute sichtbar. Dagegen haben sich seine medizinischen Schriften im Original nicht erhalten, sondern sind nur durch Hinweise in der späteren altägyptischen Literatur bekannt, die sich auf seine innovativen Heilmethoden berufen. Die Tradierung seines Wissens führte schon bald nach seinem Tod zur Legendenbildung, bei der ihm fälschlicherweise auch die Erfindung der Hieroglyphenschrift und der Mumifizierung zugeschrieben wurde. Spätestens ab dem Neuen Reich (1550-1070 v. Chr.) wurde er sogar als Heiliger verehrt und kam damit in seiner Bedeutung den Volksgöttern wie beispielsweise Bes gleich.
Imhotep wird stets kahlköpfig mit eng anliegender Kappe wie der Weisheitsgott Ptah dargestellt, stehend oder sitzend mit zusammengerollter oder geöffneter Papyrusrolle, die seine Schriften symbolisieren soll. Seine wirkmächtigen Statuetten wurden in Tempel gestiftet oder im privaten Bereich hoher Beamter aufgestellt.
(O. Zorn)

Letzte Aktualisierung: 16.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).