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Uschebtikasten der Sängerin Anch-Amun-iri-dies mit gewölbtem Deckel

Ident. Nr.: ÄM 734

ObjID: obj:607310

Details (Expert)

Beteiligte
Carl Richard Lepsius (23.12.1810 - 10.7.1884),
Expeditionsleiter*in
Datierung
25.–26. Dynastie
Datierung engl.: 25th - 26th Dynasty
Weitere Titel
Sammlungstitel: Uschebtikasten der Sängerin Anch-Amun-iri-dies mit gewölbtem Deckel
Übersetzung: Shabti box of the singer Anch-Amun-iri-dies with curved lid
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 13,2 x 22,2 x 11,5 cm

Objektbeschreibung

Der rechteckige Uschebtikasten ist weiß grundiert und mit relativ schlichten Dekorationen versehen. Der leicht gewölbte Deckel war ursprünglich durch drei Pflöcke, von denen heute nur noch einer vorhanden ist, mit dem Unterteil verbunden. Dieser Uschebtikasten gleicht in seinem formalen Aufbau in gewisser Weise einem Pfostensarg (den sog. qrsw-Sarg) in Miniaturformat, wobei bei ÄM 734 die vier Eckpfosten nicht ausgearbeitet sind.
Auf dem Deckel ist ein Segelschiff dargestellt – ein häufig vorkommendes Motiv für die Dekoration der Deckel von Uschebtikästen dieses Typs. Das Schiff mit dem aufgespannten Segel, was auf eine Fahrt stromaufwärts hinweist, symbolisiert vermutlich die Abydosfahrt. Mit der Darstellung geht der Wunsch des Verstorbenen einher, wiederholend an den Festspielen zu Ehren des Gottes Osiris teilzunehmen. Um den Kasten ist ein umlaufendes, horizontales Inschriftenband zu sehen. Die schwarzen Hieroglyphen wurden auf einem gelb hervorgehobenen Grund beschrieben. Der Inschrift nach gehörte der Uschebtikasten einer Sängerin namens Anch-Amun-iri-dies.
I. Liao

Letzte Aktualisierung: 04.09.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).