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Schabti des Ptah-mose

Ident. Nr.: ÄM 4391

ObjID: obj:607317

Details (Expert)

Datierung
Sethos I. (19. Dynastie -> Neues Reich -> Ägypten)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Schabti des Ptah-mose
Übersetzung: Schabti of Ptah-mose
Geografische Bezüge
Material / Technik
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 22,6 x 7,2 x 6,3 cm

Objektbeschreibung

Uschebtis gehören zu den beliebtesten Beigaben altägyptischer Bestattungen und konnten aus ganz unterschiedlichen Materialien, wie Stein, Fayence oder Holz gefertigt werden. Die zumeist mumienförmigen Totenfiguren sollten in ihrer Funktion als Arbeiter im Jenseits die anstehenden landwirtschaftlichen Aufgaben im Namen ihrer Besitzer ausüben. Zu diesem Zweck sind sie mit landwirtschaftlichen Gerätschaften, wie Hacken, Handpflügen oder Dreschflegeln ausgestattet, die sie in ihren vor der Brust verschränkten Händen halten. Auf dem Rücken können sie außerdem ein Saatgutsäckchen tragen. Der Bezug der Figuren zu ihrem jeweiligen Besitzer ergibt sich durch die schriftliche Dokumentation ihres Namens. Die Figur von Ptahmose weist eine umfassendere Inschrift in Form mehrerer Textzeilen auf der Vorderseite auf, die den sechsten Spruch des altägyptischen Totenbuchs wiedergibt.
(A. Herzberg)

Letzte Aktualisierung: 03.09.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Demotischer Papyrus mit einem Auszug aus dem "Buch vom Atmen" für Pamonthis

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Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.Dies ist der Totenpapyrus des Pamonth mit einer mythologischen Darstellung. Der mumifizierte Tote wird vor einem gefüllten Opfertisch mit dem Unterweltsgott Osiris dargestellt, hinter ihm steht der Totengott Anubis. Dieser Papyrus ist in demotischer Sprache und Schrift geschrieben und datiert in die Römische Kaiserzeit, vermutlich ins 2.-3. Jahrhundert nach Christus. Dies ist ein eindrückliches Beispiel dafür, dass die altägyptische Mythologie noch bis weit in christliche Zeit hinein verbreitet war. Ursprünglich war der Papyrus mit einem, heute abgewischten, greichischen Text beschriftet (Palimpsest).V. Lepper