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Teil eines Pyramidions: Anbetung der Sonne durch Toten, Frau, Sohn und Tochter; Verehrung der Eltern durch den Sohn

Ident. Nr.: ÄM 14123

ObjID: obj:607387

Details (Expert)

Beteiligte
Carl August Reinhardt (4.2.1856 - 25.11.1903),
Käufer*in
Oskar Hermann Deibel (1893),
Mäzen*atin
Datierung
Historische Datierung: Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 24 x 28 x 30 cm

Objektbeschreibung

Das Pyramidion diente als oberer Abschluss einer Grabpyramide, die im Neuen Reich einen wesentlichen Bestandteil privater Grabanlagen bildete. Es stellt als architektonisches Element den inhaltlichen Zusammenhang zwischen Jenseitsglauben und Sonnenkult her. Um die Eingliederung des Verstorbenen in den göttlichen Sonnenlauf zu erreichen, musste sowohl die Grabanlage als auch die dazugehörige Pyramide nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet werden. Als Verweis auf die Sonnentheologie der Amarnazeit findet sich das religiöse Motiv der Sonnenanbetung durch den Grabherrn und seiner Familie auf zwei Seitenflächen des Pyramidions. Auf den anderen beiden Seiten nehmen die Darstellungen Bezug auf den Totenkult. Der Grabherr und seine Gattin sitzen an einem reich gedeckten Opfertisch und empfangen die von ihrem Sohn dargebrachten Libations- und Räucheropfer. Das Pyramidion umfasste ursprünglich zwei Teile. Durch eine Vertiefung in der Oberseite des Pyramidionstumpfes wurde die Pyramidionspitze mittels eines Zapfens aufgesetzt. Die Spitze ist heute verloren.
(A. Herzberg)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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