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Kikop

Ident. Nr.: I A 4781

ObjID: obj:623430

Details (Expert)

Geografische Bezüge
Japan,
Land
Material / Technik
Holz
Abmessungen
Objektmaß: 65 x 52 x 55 cm

Objektbeschreibung

Modell eines Hauses aus dünnen Holzstäben. Dieses Stück wurde 1873 auf der Weltausstellung in Wien gezeigt.

Dieses Modell zeigt den Grundbau eines typischen Ainu Hauses. Die Bauweise der Ainu-Häuser ist allerdings je nach Region und Haushalt unterschiedlich. Eine Einheit mit einem einzigen großen, rechteckigen Raum (wie bei diesem Modell) und einer Feuerstelle in der Mitte ist recht häufig anzutreffen. Oft befindet sich vor der Tür ein kleines Gebäude, das als Eingang und als Lagerraum diente. Für die Pfosten, das Dach, die Wände und den Boden wurden unter anderem Baumstämme, Äste und verschiedene Arten von Rinde und Gras verwendet. Die riesigen Mengen an Material, die für das Strohdach und die Wände benötigt wurden, stammten in der Regel aus lokal verfügbaren Ressourcen.

In der Ainu-Sprache bedeutet „Cise“ „Haus“, wobei das „se“ anstelle des „ci“ mit hoher Tonlage ausgesprochen wird. Dieses Wort wird oft verwendet, auch in der japanischen Umgangssprache, um ein Haus zu bezeichnen, das mit Säge- oder Bambusgras gedeckt ist.
Das Wort „Cise“ existiert jedoch noch immer in der Ainu-Sprache und wird sogar für Wohneinheiten verwendet, die mit modernen Baumethoden errichtet wurden. Ainu-Senioren verwenden das Wort oft als solches in ihren Gesprächen. Trotz der Veränderungen bei der Auswahl der Materialien und der Baumethoden bleibt „Cise“ unverändert und bedeutet in der Ainu-Sprache immer noch ein Haus.

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum