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Ident. Nr.: IV Ca 2429

ObjID: obj:64226

Details (Expert)

Beteiligte
Carl Adolf Uhde (1844),
Sammler*in
Datierung
Postklassik
Geografische Bezüge
Azteken,
Kultur
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 20 x 18,2 x 17,2 cm
Gewicht: 2,07 kg
Erwerbung
Kauf 1862

Objektbeschreibung

Anders als etwa die Maya errichteten die Azteken im zentralmexikanischen Hochland auf den Pyramiden nicht selten Doppel- oder Zwillingstempel. Die beiden Tempel auf der Hauptpyramide des geheiligten Templo Mayor-Bezirkes in der aztekischen Hauptstadt Mexico-Tenochtitlan beispielsweise waren dem Regengott Tlaloc und dem obersten Gott Huitzilipochtli geweiht. In den Tempeln, entrückt vom Volk, kommunizierten die Priester mit den Gottheiten und brachten Opfergaben dar.
Modelle von Tempelpyramiden könnten ebenso wie kleine Götterbildnisse aus Ton oder Stein auf den Hausaltären in den Hütten des Volkes gestanden haben und dienten der täglichen Andacht. Meist sind es die Wasser- und Fruchtbarkeitsgötter, also die für eine Feldbau treibende Bevölkerung wichtigsten des Pantheon, die im privaten Bereich verehrt wurden und mit Opfergaben um günstigen Einfluss angefleht wurden. (M Gaida 2003)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.