Logo

Ident. Nr.: IV Ca 4722

ObjID: obj:66483

Details (Expert)

Beteiligte
Florentino Jimeno († 1878),
Sammler*in
Geografische Bezüge
Yucatán,
Region
Maya,
Kultur
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 22,8 x 8,5 x 4,5 cm

Objektbeschreibung

Farbe: 5 YR 6/8 rötlich gelb. Hellgraue Belagsreste
eines ehemals weißen Bezugs.
Herstellungstechnik: Pressmodel
Funktion: Pfeife Typ: D
Pose: Stehend. Arme unter dem Umhang. Hände an
der Seite. In der linken Hand einen Gegenstand
(Tasche?).
Kleidung: Kopfputz bestehend aus einem bienenstockähnlichen
Hut mit tafelartigen Aufsatz, innen
hohl. Schultercape mittig geöffnet, darüber liegen vier
längliche, am Ende verzierte Stoffstreifen. Hüftgurt
breit, mit langem Schurz, am Ende mit Rauten verziert.
Sandalen mit X-förmiger Knotenbindung.
Schmuck: Nasenbrücke. Ohrgehänge, länglich. Um
den Hals ein dicker, tauähnlicher Strick mit einem dicken
Knäuel, aus dem links und rechts vier Stäbe (?)
herausschauen. Fußknöchelbänder.
(Sambale 2003)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.