Logo

Ident. Nr.: IV Ca 4736

ObjID: obj:66497

Details (Expert)

Beteiligte
Florentino Jimeno († 1878),
Sammler*in
Geografische Bezüge
Yucatán,
Gebiet
Maya,
Kultur
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 14,7 x 9,5 x 4,6 cm

Objektbeschreibung

Farbe: 7.5 YR 8/2 pink-weiß; 7.5 YR 7/2, pinkgrau
(Belag); 5 YR 6/8, rotgelb (Ton).
Herstellungstechnik: Pressmodel
Funktion: -
Pose: Stehend.
Kleidung: Kopfputz, bestehend aus halbmondförmiger
Scheibe mit neun vertikalen Wülsten in der Mitte,
direkt über dem Kopf. Schultertuch vorn kurz, gerundet.
Unterrock, mit aufgenähtem Saum, verziert mit
diagonalen Linien und Punktmuster. Darunter ein
gerippter Saum.
Schmuck: Ohrpflöcke. Einreihige Perlenkette mit
doppeltem Bommelanhänger.
Bemerkungen: Pagenkopffrisur mit vertikalen Haaren.
Rechteckige Augen. Sehr stark beschädigt.
Arme fehlen, eine geklebte Bruchstelle von oben
quer über die Brust. Ein Stück Ton fehlt im Brustbereich.
Ein Loch vorn, ein Loch im Sockel.
(Sambale 2003)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.