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Ident. Nr.: IV Ca 4743

ObjID: obj:66504

Details (Expert)

Beteiligte
Florentino Jimeno († 1878),
Sammler*in
Geografische Bezüge
Yucatán,
Gebiet
Maya,
Kultur
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 18,6 x 14 x 7,3 cm

Objektbeschreibung

Farbe: 10 YR 8/2; 10 YR 7/4 sehr blasses braun an
den abgeplatzten Stellen; Blaue Farbreste an Kette,
am linken Ohrring, am linken Armband und hauchzart
auf der Brust.
Herstellungstechnik: Pressmodel
Funktion: -
Pose: Stehend. Arme erhoben.
Kleidung: Schultertuch vorn kurz, gerundet und mit
unregelmäßigen Linienmustern verziert. Unterrock
mit schmalem Saum.
Schmuck: Ohrringe. Zweireihige Perlenkette mit
doppeltem Bommelanhänger. Perlenarmbänder,
zweireihig.
Bemerkungen: Pagenkopffrisur mit Mittelscheitel
und vertikal dargestellten Haaren. Sehr breite Figur
(14,5 cm). Rechte Hand und beide Füße fehlen. Zwei
Löcher vorn, ein Loch im Sockel, zwei Löcher hinten.
(Sambale 2003)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.