Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Postklassik
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Ton
- Abmessungen
- Objektmaß: 5,2 x 3,3 x 3,9 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/738537
Objektbeschreibung
Geräuschpfeife. Höhe 5.5 cm. Grauer Scherben, rote Bemalung am tubularen Mundstück, poliert. Späte Postklassik (ca. 1350-5121 n. Chr.). Herkunft Hochtal von Mexiko. Sammlung Uhde. Geräuschpfeifen des gleichen Typs wurden in Quetzalcoatl geweihten Opferdepots von Tlatelolco, Mexiko-Stadt, aufgefunden. Die Instrumente wurden auch in das Endstück der Griffe aztekischer Räucherkellen eingebaut, die Xiuhcoatl („Feuerschlange“) symbolisieren. Das Windgeräusch, das auf ihnen produziert werden kann, wurde möglicherweise mit den kalten Obsidianmesser-Winden der Unterwelt in Verbindung gebracht. Neben Totenschädeln (Mictlantecuhtli?) sind in diesen Instrumenten auch Eulen dargestellt, mit der Unterwelt assoziierte Nachttiere. (Adje Both, 2004)
Letzte Aktualisierung: 07.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Ethnologisches Museum
E-Mail:
em@smb.spk-berlin.de