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Ident. Nr.: IV Ca 2621 v

ObjID: obj:738538

Details (Expert)

Beteiligte
Carl Adolf Uhde (1844),
Sammler*in
Datierung
Postklassik
Geografische Bezüge
Azteken,
Kultur
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 4,4 x 3,9 x 4,8 cm

Objektbeschreibung

Geräuschpfeife. Höhe 4.5 cm. Grauer Scherben, Reste von weißer Bemalung (Engobe?). Späte Postklassik (ca. 1350-5121 n. Chr.). Herkunft Hochtal von Mexiko. Sammlung Uhde. Geräuschpfeifen des gleichen Typs wurden in Quetzalcoatl geweihten Opferdepots von Tlatelolco, Mexiko-Stadt, aufgefunden. Die Instrumente wurden auch in das Endstück der Griffe aztekischer Räucherkellen eingebaut, die Xiuhcoatl („Feuerschlange“) symbolisieren. Das Windgeräusch, das auf ihnen produziert werden kann, wurde möglicherweise mit den kalten Obsidianmesser-Winden der Unterwelt in Verbindung gebracht. Neben Totenschädeln (Mictlantecuhtli?) sind in diesen Instrumenten auch Eulen dargestellt, mit der Unterwelt assoziierte Nachttiere. Bei diesem Stück auffällig ist die beidseitige Applikation, möglicherweise Papierschmuck darstellend, und das in die Nasenscheidenwand eingesetzte Gebiß, was auf die enge konzeptionelle Verbindung von Geruch und Klang hinweist. (Adje Both, 2004)

Letzte Aktualisierung: 07.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum