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Ident. Nr.: III C 20013

ObjID: obj:741116

Details (Expert)

Beteiligte
Leo Frobenius (29.6.1873 - 9.8.1938),
Sammler*in
Bankhaus Emil Haslinger Berlin (1904),
Vorbesitzer*in
Datierung
19. Jh.-20. Jh.(Anfang)
Datierung engl.: 19th or early 20th century
Geografische Bezüge
Luba,
Ethnie
Warua,
Ethnie
Material / Technik
Holz, Eisen, Kupfer, Glasperle, Textil
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 144 x 4 x 11 cm

Objektbeschreibung

An den Frauenfiguren auf dieser Insignie sind die für den westlichen Blick leicht zugängliche, idealisiert-naturalistische Gestaltung und die organischen Formen erkennbar, die bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Wertschätzung der Luba-Plastik bei europäischen Sammlern begründeten. Die Macht war bei den Luba nicht straff in den Händen des Königs konzentriert, sondern innerhalb einer komplizierten Hierarchie von Würdenträgern, abhängigen lokalen Oberhäuptern und religiösen Spezialisten verteilt. Durch die Verwendung wirkungskräftiger und wertvoller Materialien wie Eisen und Kupfer und durch ihre auf die Ahnen und die weiblichen Prinzipien des Königtums anspielende Ikonographie dienten die Insignien als materielle Erweiterungen der spirituellen und weltlichen Macht der höchsten Amtsinhaber. In der Öffentlichkeit erschienen die Herrscherstäbe nur während der aufwendigen Initiationsrituale, in deren Verlauf die künftigen Oberhäupter mit der sakralen Macht des Königtums und der Ahnen erfüllt wurden. / P.I.

Letzte Aktualisierung: 16.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum