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Czekanowski Ruanda

Ident. Nr.: VII WS 69

ObjID: obj:750070

Details (Expert)

Beteiligte
Jan Czekanowski (06.10.1882 - 20.07.1965),
Sammler*in
Datierung
Aufnahmejahr: 1907-1908
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Afrika,
Kontinent
Ruanda,
Land/Region
Aufnahmeort: Kabgaye
Hutu,
Ethnie
Nyambo,
Ethnie
Tutsi,
Ethnie
Twa,
Ethnie
Material / Technik
—

Objektbeschreibung

Die Walzenaufnahmen wurden während der Deutschen Zentral-Afrika-Expedition 1907 - 1908 gemacht, die Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg leitete. Zur Geschichte der Sammlungen der Expedition vgl. Stelzig & Adler 2000. Die Walzen sind unterschiedlich beschriftet: CZEK, CK RU, Czekanowski Ruanda. Die W. 62 wurde als Nr. 104 in die Dem. coll. übernommen. Die Texte liegen vollständig vor (vgl. Czekanowski 1917). Transkriptionen in Hornbostel (1910b, 1917) und Schneider (1934a). Korrespondenz mit dem PHA und dem MV vorhanden. Zu weiteren Materialien (Tagebücher, Photos) vgl.Czekanowska 2000 und Seige 2001. W. 62 ist veröffentlicht auf der LP FE 4175, W. 35 ist veröffentlicht auf der CD 100 Jahre (1/26).
Inhalt: traditionelle Gesänge, Instrumentalstücke, Sprachproben

Letzte Aktualisierung: 21.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.