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Hamburger Südsee-Expedition

Ident. Nr.: VII WS 106

ObjID: obj:750108

Details (Expert)

Beteiligte
Paul Hambruch (1882-1933),
Sammler*in
Wilhelm Müller-Wismar (20.5.1881 - 13.10.1916),
Sammler*in
Ernst Sarfert (4.11.1882 - 1937),
Sammler*in
Datierung
Aufnahmejahr: 1908-1909
Systematik/Art
Material / Technik
—

Objektbeschreibung

Die Beschriftung der Walzen ist nicht einheitlich, sie lauten: Hamb. Suedsee, Hb SS, Hamb. Buka. Zur Geschichte der Expedition vgl. Fischer 1981 und Schindlbeck 2001: Die Expeditionsteilnehmer nahmen unabhängig voneinander an verschiedenen Orten auf. W. 1 - 16 wurden von Müller-Wismar in Melanesien, W. 17 - 67 von Sarfert in Mikronesien, W. 68 - 95 von Hambruch gemacht. Die Leitung der Expedition hatte Augustin Krämer, der eine eigene Sammlung anlegte (vgl. Krämer-Expedition). Die Sammlungen wurden lt. Korrespondenz 1911 zum Galvanisieren nach Berlin geschickt (FE 13). Bemerkungen und Texte zu den Aufnahmen liegen teilweise vor. Korrespondenz vorhanden. Transkriptionen einiger Walzen in Hornbostel (1912b), Herzog (1934) und Schneider (1934b), eine monographische Behandlung der Karolinen-Aufnahmen mit Transkriptionen und Analysen stellt Herzog (1936) dar. Weitere Unterlagen der Expedition befinden sich im MV in Hamburg.
Inhalt: traditionelle Gesänge u. Musikinstrumente, Sprachproben

Letzte Aktualisierung: 21.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.