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Hornbostel Pawnee

Ident. Nr.: VII WS 123

ObjID: obj:750125

Details (Expert)

Beteiligte
George Amos Dorsey (1868 - 1931),
Sammler*in
Erich Moritz von Hornbostel (1877 - 1935),
Sammler*in
Datierung
Aufnahmejahr: 1906
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Aufnahmeort: Pawnee, Oklahoma
Nordamerika,
Kontinent
Oklahoma,
Region
Material / Technik
—

Objektbeschreibung

Die Galvanos und Kopien sind nur mit einer Nummer an der Seite beschriftet. Die Sammlung wurde unter den Inv. Nr. 282 - 312 inventarisiert. W. 7 wurde als Nr. 63 in die Dem. coll. übernommen. Korrespondenz: Es liegen 4 Briefe von Hornbostel an Stumpf vor (Nov./Dez. 1906), in denen er über seine Tonaufnahmen und tonpsychologischen Experimente bei den Pawnees berichtet (vgl. auch Ziegler 1998). Kopien der Walzen befinden sich in USA; vgl. die Sammlung 54-045-F (EFR:28), wo Hornbostel neben G.A.Dorsey als Sammler genannt wird. Dort sind nur 18 Walzen erhalten. James Murie, selbst Pawnee, der hier als Informant auftritt (W. XXIII ff.), hat als Ethnograph ebenfalls Walzensammlungen angelegt (vgl. FCP:87 und EFR 54-011-F, 54-044-F und 54-192-F). W. 7 ist veröffentlicht auf der LP FE 4175. W. 31 ist veröffentlicht auf der CD zum Buch "Sound Archiving in the World" (Aufsatz Ziegler).
Inhalt: traditionelle Gesänge, z. T. mit Trommelbegleitung, Rythmusstudien

Letzte Aktualisierung: 21.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.