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Lehmann-Nitsche Chiriguano

Ident. Nr.: VII WS 194

ObjID: obj:750197

Details (Expert)

Beteiligte
Robert Lehmann-Nitsche (09.11.1872 - 09.04.1938),
Sammler*in
Datierung
Aufnahmejahr: 1906
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Aufnahmeort: San Pedro de Jujuy
Südamerika,
Kontinent
Bolivien,
Region
Chiriguano,
Ethnie
Material / Technik
—

Objektbeschreibung

Beschriftung: Lehmann-Nitsche Chiriguanos. Die Aufnahmen wurden in San Pedro de Jujuy (Argentinien) gemacht, die Musiker kamen aber aus Bolivien (vgl. dazu das Manuskript von L.-N. "Bemerkungen zu den bolivianischen Phonogrammen", Berlin 1908). Die Sprachaufnahmen wurden gesondert archiviert und mit eigenen Katalognummern versehen. Korrespondenz liegt vor. Eine Transkription in Schneider 1972. Zu einzelnen Walzen liegen Texte vor, die Dokumentation ist sehr dürftig, vgl. aber das o.g. Manuskript. Kopien der Aufnahmen befinden sich im Institut Carlos Vega in Buenos Aires. Weitere Unterlagen zu Lehmann-Nitsche im EM und Ibero-Amerikanischen Institut SPK. W. 3 ist veröffentlicht auf der CD 100 Jahre (1/34), Kommentar Miguel Garcia.

Letzte Aktualisierung: 21.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.