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Rudel Borneo

Ident. Nr.: VII WS 248

ObjID: obj:750253

Details (Expert)

Beteiligte
Eugen Rudel (1908),
Sammler*in
Datierung
Aufnahmejahr: 1908-1912
Systematik/Art
Material / Technik
—

Objektbeschreibung

Die Beschriftung der Walzen ist: Rudel Borneo. W. 9, 45 und 61 wurden als Nr. 35 - 37 in die Dem. Coll. übernommen. Korrespondenz liegt vor. Einzelne Transkriptionen in Reinhard 1939; Schneider 1934a, 1937a. Zu einigen Aufnahmen liegen Bemerkungen und Texte(in der Originalsprache und deutscher Übersetzung) vor. Kopien der Aufnahmen gingen 1962 an das Sarawak Museum, Kuching (Sarawak). Weitere Unterlagen möglicherweise in Karlsruhe ? W. 45 ist auf der LP FE 4175 veröffentlicht. Zeichnung der Kledi!!
Inhalt: traditionelle Gesänge und Instrumente, arabischer Gesang (Koran), chinesische Gesänge

Letzte Aktualisierung: 21.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.