Logo

Scherman Birma

Ident. Nr.: VII WS 256

ObjID: obj:750261

Details (Expert)

Beteiligte
Lucian Scherman (1912),
Sammler*in
Datierung
Aufnahmejahr: 1911
Systematik/Art
Material / Technik
—

Objektbeschreibung

Beschriftung der Walzen ist: Schermann Birma. Zu den Aufnahmen vgl. auch Scherman 1922. Die W. 5, 25 und 28 wurden als Nr. 13 - 15 in die Dem.coll übernommen. Umfangreiche Korrespondenz vorhanden. Vollständige Transkriptionen und Analysen enthält die Dissertation von Kurt Reinhard (Reinhard 1939). Einige weitere Transkriptionen in Huber 1922, 1924, Reinhard 1944, Sachs 1930 und Schneider 1937a. Es sind jeweils mehrere Kopien vorhanden, die im MV München vorhandenen Kopien wurden in den 1950er Jahren nach Berlin geschickt. Weitere Unterlagen (Ethnographica, Tagebücher, Photos) befinden sich im MV München. W. 28 ist veröffentlicht auf der LP FE 4175. Im MV München befinden sich die Tagebücher und Fotos der Birmareise von Scherman.
Inhalt: traditionelle Gesänge u. Instrumente

Letzte Aktualisierung: 21.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.