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Schabti in der Tracht der Lebenden des [__]

Ident. Nr.: ÄM 4401

ObjID: obj:757196

Details (Expert)

Datierung
19.–20. Dynastie (Neues Reich -> Ägypten)
Datierung engl.: 19th - 20th dynasty
Weitere Titel
Sammlungstitel: Schabti in der Tracht der Lebenden des [__]
Übersetzung: Shabti in the dress of the living of [__]
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 20 x 7,5 x 5 cm

Objektbeschreibung

Neben der Hauptmasse der mumienförmigen Arbeiter kommen im Neuen Reich auch die Aufseher in der sogenannten Tracht der Lebenden auf. Sie tragen einen oftmals plissierten Schurz, aber keine Geräte, sondern eine Peitsche oder Symbole kultischreligiöser Schutzfunktion. Interessanterweise wurde der gesamte Text eingraviert, nur dort, wo der Name des Besitzers zu lesen sein sollte, ist der Stein frei gelassen. Vermutlich war das Uschebti ein „Ladenhüter“ und bliebt unverkauft, oder aber der Besitzername war nachträglich nur mit Tinte aufgeschrieben, welche heute wieder völlig verschwunden ist.
J. Moje

Letzte Aktualisierung: 27.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.V. Lepper