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Schabti der Iniu-hay

Ident. Nr.: ÄM 4405

ObjID: obj:757348

Details (Expert)

Datierung
19. Dynastie (Neues Reich -> Ägypten)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Schabti der Iniu-hay
Übersetzung: Shabti of Iniu-hay
Geografische Bezüge
Material / Technik
Stein (Material), braun
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 16,1 x 5,5 x 3,1 cm

Objektbeschreibung

Als "Schabtis", ab dem 1. Jtsd. v. Chr. "Uschebtis", bezeichneten die antiken Ägypter kleine, meist mumienförmige Statuetten, die als Grabbeigaben dienten. Zuerst als Abbild des Verstorbenen intendiert, sollten sie später anstelle ihres verstorbenen Besitzers dessen zu leistende Arbeiten im Jenseits ausführen.
Das hier vorliegende Objekt in der "Tracht der Lebenden" gehörte einer Frau namens Iniu-hay.
J. Moje

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Hieroglyphischer Papyrus mit dem Totenbuch der Hausherrin Keku

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Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.V. Lepper