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Kegelförmiger Spielstein

Ident. Nr.: ÄM 3244

ObjID: obj:757798

Details (Expert)

Beteiligte
Francis Llewellyn Griffith (27.5.1862 - 14.3.1934),
Grabungsleiter*in
Datierung
Früh- bis mittelnapatanisch
Weitere Titel
Sammlungstitel: Kegelförmiger Spielstein
Übersetzung: Cone-shaped gaming piece
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 3,3 x 2,7 cm

Objektbeschreibung

Spielsteine wie dieser wurden zum Spielen von Brettspielen verwendet und wurden oft in altägyptischen Gräbern zusammen mit anderen Beigaben gefunden. Brettspiele, Spielsteine und Würfel sind in dem archäologischen Bestand des alten Ägypten gut vertreten. Aufgrund ihrer Verbindungen zur altägyptischen Religion gibt es auch Hinweise auf Spiele in religiösen Texten und Grabkunstwerken. Spiele haben ein soziales Element; sie erfordern normalerweise mehr als einen Spieler und werden oft mit Freunden oder Familienmitgliedern gespielt. Wenn solche Spiele mit Religion und Ritualen verbunden sind, können sie magische Eigenschaften annehmen. Das Know-how, ein Spiel zu spielen, könnte im alten Ägypten eine Eintrittskarte in die Unterwelt oder sogar ein System gewesen sein, das die Kommunikation mit den Toten ermöglichte. Religiöse Texte bestätigen, dass das Erreichen des Jenseits durch den erfolgreichen Abschluss von Brettspielen erreicht werden konnte.
I. Regulski

Letzte Aktualisierung: 04.09.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).