Logo

Statuette des sitzenden Gottes Osiris mit demotischer Dedikation an Osiris

Ident. Nr.: ÄM 2311

ObjID: obj:757881

Details (Expert)

Datierung
Spätzeit (Ägypten)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Statuette des sitzenden Gottes Osiris mit demotischer Dedikation an Osiris
Übersetzung: Statuette of the seated god Osiris with Demotic dedication to Osiris
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 37,8 x 12,8 x 23 cm

Objektbeschreibung

Diese Statuette aus dem Kultbezirk des Osiris in Abydos stellt den Gott sitzend, in einen Mantel gehüllt dar. Die Hände sind vor der Brust gekreuzt. Auf der Front des Sockels ist eine demotische Inschrift eingraviert, die eine Dedikation an Osiris mit gewünschter Gottesleistung für Peteesis, seine Frau Senobastis und ihre Kinder enthält. Die Familie hatte jene Statuette in den Kultbezirk gestiftet, um an den Riten für Osiris magisch zu partizpieren. Als Gegenleistung wird laut der Inschrift die Gabe von (ewigem) Leben für die Stifterfamilie erwartet.
J. Moje

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Hieratischer Papyrus mit dem Totenbuch der Senchonsis

Hieratischer Papyrus mit dem Totenbuch der Senchonsis

Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.V. Lepper