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Grabstele des Upuatmose, Schreiber des Königs und Vorsteher der Scheunen

Ident. Nr.: ÄM 7316

ObjID: obj:760678

Details (Expert)

Datierung
18. Dynastie
Weitere Titel
Sammlungstitel: Grabstele des Upuatmose, Schreiber des Königs und Vorsteher der Scheunen
Übersetzung: Stela of Upuatmose, Royal Scribe and Overseer of the Granary
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 161 x 86 x 12,5 cm

Objektbeschreibung

Die monumentale Rundbogenstele des Scheunenvorstehers Upuatmose dürfte einst in der zentralen Kultkammer seiner Grabanlage Platz gefunden haben. Die antithetisch aufgebaute Szene im oberen Bereich zeigt den Grabbesitzer in Adoration vor dem Sonnengott Re-Harachte auf der rechten Seite und vor dem Totengott Osiris auf der linken Seite. Ganz im Stil der Nachamarnazeit manifestiert sich hier das theologische Konzept der damaligen Zeit, in dem Re und Osiris als zwei sich ergänzende Hälften desselben kosmologischen Zyklus verstanden wurden. Während Re als Sonnengott die diesseitige Welt der Lebenden symbolisiert, beherrscht Osiris das jenseitige Reich der Unterwelt, in die der Verstorbene einzutreten wünscht. Die Stele diente als Markierung der zentralen Kultstelle im Grab des Verstorbenen, an der die mit dem Totenkult des Verstorbenen in Zusammenhang stehenden Handlungen vollzogen werden sollte. Aus diesem Grund richtet sich der auf der Stele notierte Text auch direkt an diejenigen, die dieses Grab betreten werden, und fordert sie auf, Gebete für die jenseitige Versorgung des Verstorbenen zu sprechen.
(A. Herzberg)

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).