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Gefäß mit den Namen König Pepi I.

Ident. Nr.: ÄM 7715

ObjID: obj:761358

Details (Expert)

Beteiligte
Ernest Daniel Jean Dutilh (1826 - 1905),
Vorbesitzer*in
[Gustav] Travers (1874),
Käufer*in
Datierung
Phiops I. (Pepi I.)
Datierung engl.: Pepi I
Weitere Titel
Sammlungstitel: Gefäß mit den Namen König Pepi I.
Übersetzung: Ovoid jar with the names of King Pepi I
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 53,5 x 40 x 40 cm

Objektbeschreibung

Dieses große ovoide Gefäß aus Kalzit-Alabaster wurde sehr wahrscheinlich anlässlich des ersten Sedfestes von König Pepi gefertigt und fand mutmaßlich während der Feierlichkeiten Verwendung. Die Inschrift auf der Schulter erwähnt aber nicht nur das Fest, sondern auch den Namen des Pyramidenkomplexes Pharao Pepi I. nahe der im Alten Reich als Hauptstadt fungierenden Ortschaft Memphis. Das Sed-Fest war eine der wichtigsten Zeremonien für den König, das, so wird vermutet, nach den ersten 30 Jahren seiner Herrschaft stattgefunden hat. Während dieser Zeremonie musste der König zahlreiche Riten vollziehen, die für eine Erneuerung seiner Macht und Lebenskraft sorgten. Vermutlich wurden Sed-Feste jedoch häufiger gefeiert als nur alle 30 Jahre.
(R. Kuhn)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).