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Kugeliger Kochtopf mit zwei kleinen Henkeln

Ident. Nr.: ÄM 7752

ObjID: obj:761407

Details (Expert)

Beteiligte
Georg Schweinfurth (29.12.1836 - 19.9.1925),
Mäzen*atin
Datierung
Ptolemäerzeit
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 17,2 x 21 cm

Objektbeschreibung

Bei diesem Tontopf handelt es sich um keine Grabbeigabe sondern um einen Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens. Schwarze Russspuren auf dem Boden des Gefäßes sind ein eindeutiger Beweis für die Nutzung im Alltag.
Dem Ton wurden neben Sand auch organische Materialien, wie z. B. Strohhäcksel als Magerung beigefügt. Das Gefäß wurde hart gebrannt, um bei seiner täglichen Nutzung auf einer Feuerstelle keine Schaden zu erleiden.
Auf der Gefäßoberfläche sind Spuren eines weißlichen Überzuges sichtbar. Kreisförmige, schwarze Verfärbungen in der Mitte des Gefäßbauches sind ein Hinweis darauf, dass das Gefäß zeitgleich mit anderen gebrannt wurde oder an der Wand des Brennofens stand. Derartige Verfärbungen resultieren aus dem direkten Kontakt zweier Gegenstände während des Brennvorganges.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Hieratischer Papyrus mit dem Totenbuch der Senchonsis

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Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.V. Lepper