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Sitzfigurengruppe des Neb-anen-su und seiner Frau Imen-em-inet

Ident. Nr.: ÄM 10338

ObjID: obj:761911

Details (Expert)

Beteiligte
Mohareb Todrus (ca. 1847 - 1937),
Vorbesitzer*in
Datierung
Amenophis (Amenhotep) II.
Datierung engl.: Amenhotep II
Weitere Titel
Sammlungstitel: Sitzfigurengruppe des Neb-anen-su und seiner Frau Imen-em-inet
Übersetzung: Pair statue of Nebanensu and his wife Imeneminet
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 49 x 28,5 x 30 cm

Objektbeschreibung

Die Sitzgruppe eines Ehepaares mit den in Reliefdarstellungen hinzugesellten Kindern ist ein besonders schönes Beispiel einer Grabstatue aus der Mitte der 18. Dynastie. Nase und Kinn des Mannes, Oberkörper und Kopf der Frau, ein Teil ihres Fußes und der Inschrift auf der linken Seite der blockhaft gestalteten Bank mit hoher Rückenplatte sind weggebrochen. Die Bildhauerarbeit zeugt von hervorragender Qualität und auch der Schnitt der in versenktem Relief angelegten Hieroglyphen ist äußerst akkurat ausgeführt und entspricht dem Duktus der Zeit. Für eine Datierung in die Zeit um die Regierungszeit Amenophis’ II. sprechen die klare Linienführung der strengen Körperhaltung, die gestufte Löckchenperücke, das Gesicht mit den typischen, weit geöffneten Augen oder auch die grübchenartig vertieften Mundwinkel, die dem Mund ein lächelndes Aussehen verleihen. Zwischen den Oberkörpern des Ehepaares ist ein nacktes Kind mit typischer jugendlicher Seitenlocke dargestellt, das an einer Lotosblüte schnuppert. Weitere Familienmitglieder, die allerdings als erwachsene Personen dargestellt sind, finden sich auf der Vorderseite des Sitzes zwischen und neben den Beinen des Ehepaares. Die drei Frauen und die männliche Person, wie auch das Kleinkind, sind jedoch nicht namentlich genannt. Der Besitzer der Statuengruppe heißt Neb-an(en)-su, was so viel bedeuten kann wie „(Mein) Herr wendet sich um“. Auf der Statue trägt er den Titel eines „Dieners des Amun“ und in einer schwer deutbaren Zeichengruppe eventuell noch den Titel eines „Matrosen“. Sollte diese Lesung korrekt sein, dann bestünde eine wage Möglichkeit, den Besitzer der Statue mit dem gleichnamigen Besitzer eines Felsgrabes in Theben-West in Beziehung zu setzen, der einen ähnlichen Titel trägt, zumal da die Statue definitiv aus Theben stammt und auch die zeitliche Einordnung passen würde. Die Ehefrau heißt Imenem-inet, ein Name, der mit „Amun ist im Tal“ übersetzt werden kann und somit auf das berühmte Talfest des Gottes Amun anspielt. Die Statuengruppe dürfte ursprünglich im Grab seines Besitzers in der Hauptkultnische aufgestellt gewesen sein und der gesamten Familie als opferempfangendes Repräsentationsbildnis gedient haben.
(F. Seyfried)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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