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Anthropomorpher Sarg einer Frau

Ident. Nr.: ÄM 8511

ObjID: obj:762211

Details (Expert)

Beteiligte
Émile Brugsch (24.2.1842 - 14.1.1930)
Datierung
30. Dynastie–frühe Ptolemäerzeit
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 161 x 44 x 36 cm

Objektbeschreibung

Der schwarz grundierte Sarg aus Achmim gehörte einer uns heute unbekannten Frau. Er hat eine recht schlanke Form und einen quadratischen Sockel, der vorne länger als die Füße ist. Da die in gelber Farbe aufgemalten Dekorationen heute kaum erhalten sind, lässt sich nur der Name des Vaters der Verstorbenen als Mes-chensu lesen. Ihr Name bleibt jedoch unklar. Aufgrund des hell bemalten Gesichts ohne Götterbart sowie der Anrede der Verstorbenen als „Hathor NN“ ist der Sarg eindeutig als der einer Frau zu identifizieren. Zudem gibt das sorgfältig bearbeitete Gesicht des Sarges möglicherweise ein Hinweis darauf, dass die Verstorbene aus einer Familie gehobenen sozialen Standes stammte.
Die noch sichtbaren Dekorationen des anthropomorphen Sargs zeigen unterhalb des breiten Halskragens mit den Falkenköpfen als Abschlussstücke die Reste der knienden Himmelsgöttin Nut mit ausgetreckten Flügeln. Links und rechts von ihr ist je ein Udjat-Auge zu sehen, wobei hier die inneren Augenwinkel zum Sargäußeren gerichtet sind. Eine senkrechte, wohl zweizeilige Mittelinschrift lässt sich noch vage erkennen; die Darstellungen seitlich davon sind jedoch nicht mehr zu identifizieren. Auf der Vorderseite des Sockels sind zudem zwei auf Schreinen liegende Schakale dargestellt. Ein kleiner Schen-Ring ziert die Fußplatte der Sargwanne. Mithilfe stilistischer Vergleiche mit anderen Särgen gleichen Typs kann ÄM 8511 in die Zeit der 30. Dynastie bis in die frühe Ptolemäerzeit datiert werden.
(I. Liao nach Brech, R., Spätägyptische Särge aus Achmim. Eine typologische und chronologische Studie, Gladbeck 2008, S. 135f.)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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