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Rechteckiger Stein mit dem Namen des Senenmut

Ident. Nr.: ÄM 15086

ObjID: obj:764294

Details (Expert)

Beteiligte
Heinrich Schäfer (29.10.1868 - 6.4.1957)
Datierung
Hatschepsut (Königin)
Datierung engl.: Hatshepsut
Weitere Titel
Sammlungstitel: Rechteckiger Stein mit dem Namen des Senenmut
Übersetzung: Rectangular stone with the name of Senenmut
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 6,9 x 8,1 x 10,7 cm

Objektbeschreibung

Neben Statuen und in Stein eingeritzten Inschriften blieb eine Anzahl kleiner Gegenstände mit den Namen des Senenmut bis in unsere Zeit erhalten.
Die Bestimmung dieses kleinen, unansehnlich geglätteten Steines mit seinen abgerundeten Kanten ist für uns ein Geheimnis. In der Fachliteratur wird er gewöhnlich als Polierstein bezeichnet. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass dieser Stein eine magische Bedeutung hatte, worauf auch die darauf angebrachte Inschrift hindeutet: ‚Mysterien vollziehen für Amun durch den Vorsteher der Priester des Month, Senenmut, den Gerechtfertigten.‘ (Urk. IV 417). Der Titel ‚Vorsteher der Priester des Month‘ kommt schon auf den frühesten Statuen des Senenmut vor. Er war wahrscheinlich mit der Aufsicht des Tempelbaus für den Gott Month in Armant verbunden.
Bekannt sind zwei weitere Steine mit Inschriften gleichen Inhalts, die sich nur in den Titeln des Senenmut unterscheiden. Sie haben jedoch unterschiedliche Formen und sind aus verschiedenen Gesteinen gefertigt – der eine aus Granit und der andere aus Kalkstein. Sie könnten ursprünglich einer Gruppe magischer Steine gebildet haben, die von den Grabräubern Ende des 19. Jh. in der Umgebung der Grabkapelle des Senenmut gefunden wurden. Diese wurden später an verschiedene Personen auf dem Antikenmarkt in Luxor verkauft.
Nach: Geheimnisvolle Königin Hatschepsut. Ägyptische Kunst des 15. Jahrhunderts v. Chr., hrsg. v. Aksamit, Joanna und Wolniak, Izabela, Warschau 1997, S. 137 (J. Aksamit).

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).