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Drei Kartuschen mit Namen des Echnaton und des Aton, wohl von einem Türrahmen

Ident. Nr.: ÄM 22082

ObjID: obj:767000

Schenkung James Simon, 1920

Details (Expert)

Beteiligte
Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG) (24.1.1898),
Auftraggeber*in
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Datierung
Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
Datierung engl.: Amenhotep IV / Akhenaten
Weitere Titel
Sammlungstitel: Drei Kartuschen mit Namen des Echnaton und des Aton, wohl von einem Türrahmen
Übersetzung: Relief fragment with three Cartouches of Akhenaten and the Aten
Geografische Bezüge
Material / Technik
Bronze (Material / Metall)
Abmessungen
Tiefe: 1,5 cm (lt. Inv.)
Höhe: 21 cm (lt. Inv.)

Objektbeschreibung

Die im vertieften Relief (en creux) gearbeiteten Bronzekartuschen des Königs Echnaton und seines Gottes Aton wurden von Borchardt am 6. Januar 1913 in dem von ihm so benannten „obscure[n] Haus Q 47.10“ aufgefunden. Der Ausgräber vermutete eine ursprüngliche Anbringung im Palast oder einem Tempel Achet-Atons. Der Auffindungsort spricht seiner Meinung nach dafür, dass die Objekte „des wertvollen Materials wegen verschleppt“ wurden, um sie eingeschmolzen wiederzuverwenden. Aufgrund der Materialstärke ist davon auszugehen, dass die Kartuschen an ihrem Bestimmungsort in Stein bzw. Holz eingelassen waren. Die Größe ist ein Indiz dafür, dass es sich um eine Türrahmung oder Ähnliches gehandelt haben muss. Ein Bruch zieht sich durch alle drei Kartuschen, woraus zu schließen ist, dass sie womöglich gewaltsam von ihrem Bestimmungsort entfernt wurden. Die kleinste Kartusche auf der linken Seite gibt den Namen des Echnaton in folgender Form wieder: „Einziger des Re, der schön ist an Erscheinungsformen des Re“. Dem Gott Aton sind die beiden anderen Namensringe zugeordnet. Dort trägt er den Namen „Es lebe der Aton, Herrscher der beiden Horizonte, der im Lichtland jubelt“ mit dem Zusatz „in seinem Namen als Re, der Vater, der herausgekommen ist als Aton“. Es handelt sich dabei um die spätere Version des Gottesnamens, die zuvor noch Namen anderer Götter enthielt, welche zugunsten der alleinigen Nennung des Aton schließlich weichen mussten.
Aus: Weber, A., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 226 (Kat.-Nr. 18).

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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