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Eiförmiges Gefäß mit drei aufgemalten Gesichtern im Schulterbereich

Ident. Nr.: ÄM 20936

ObjID: obj:767048

Details (Expert)

Beteiligte
Francis Llewellyn Griffith (27.5.1862 - 14.3.1934),
Grabungsleiter*in
Datierung
Meroitisch bis Post-Meroitisch
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 36 x 21 cm

Objektbeschreibung

Das hohe, eiförmige Gefäß hat eine breite Öffnung mit einem geraden, hohen Hals und endet in einem spitz zulaufenden Boden. Im unteren Drittel des Bauches sind leicht eingedrückte Striemen erkennbar, welche aus der Herstellung auf einer schnell drehenden Töpferscheibe resultieren. Dekorative Elemente sind lediglich im Schulterbereich vorhanden. Zwischen jeweils zwei dünn aufgetragenen horizontalen Linien sind drei Gesichter dargestellt. Besonders hervorgehoben sind die großen, schmalen Augen sowie die langen, spitzen Ohren. Mit roter Farbe wurden die Wangen und Ohren des Wesens betont, der Stirnbereich und Hals mit flüchtigen dicken Strichen. Am unteren Ende der Ohren verläuft jeweils eine geschwungene Linie halbkreisförmig hinab bis sie schließlich in einer angedeuteten Schlaufe endet.
Diese Darstellungen sind ein typisches Motiv für den Norden Nubiens, die keine Parallelen im römischen Ägypten haben. Oftmals werden sie als Dämonen angesprochen, die, en face dargestellt, eine schützende Wirkung erzielen sollten.
(N. Overesch)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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