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Relieffragment aus dem Taltempel des Sahure: Drei Männerbeine

Ident. Nr.: ÄM 28515

ObjID: obj:773796

Details (Expert)

Datierung
Sahure'
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 55 x 38 x 16 cm

Objektbeschreibung

Abgebildet ist ein Beinpaar, wobei das rechte Bein bis zum Oberschenkel erhalten blieb, während vom linken Bein nur noch der Fußspann zu sehen ist. Davor befindet sich ein etwa bis zum Knie erhaltenes Bein des Vordermannes. Rotbraune Farbreste sind Hinweise darauf, dass es sich um männliche Personen gehandelt hat. Der schmale weiße Zipfel auf dem Oberschenkel der rechten Person gehört zur Kleidung des Mannes, wahrscheinlich eine Art Schurz in Form eines schmalen, die Lenden bedeckenden Tuches, das in einem über der Hüfte verknoteten Band oder Gürtel eingesteckt war.

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).