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Fragment einer Kompositfliese mit pflanzlicher Darstellung

Ident. Nr.: ÄM 30590

ObjID: obj:774838

Details (Expert)

Beteiligte
Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG) (24.1.1898),
Auftraggeber*in
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Datierung
Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
Datierung engl.: Amenhotep IV / Akhenaten
Weitere Titel
Sammlungstitel: Fragment einer Kompositfliese mit pflanzlicher Darstellung
Übersetzung: Fragment of a composite tile depicting plants
Geografische Bezüge
Material / Technik
Fayence (Material), weiß; bemalt
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 4,9 x 5,1 x 0,9 cm

Objektbeschreibung

Fliesenfragmente mit Darstellungen von Wasserlandschaften waren unter den Funden Achet-Atons zahlreich vertreten. Dabei handelt es sich größtenteils um Kompositfliesen, die mit verschiedenfarbigen Fayencepasten oder separat gefertigten Blüten, Wasservögeln und Fischen eingelegt waren. Die naturalistische Kolorierung wurde durch diverse Metalloxide erzielt, von denen einige erst mit Beginn der Glasherstellung im frühen Neuen Reich Einzug in die Farbpalette der Fayence hielten. Derartige Motive sind auch von den Freskomalereien aus den Palastanlagen bekannt. Diese belebten Szenerien fruchtbarer Vegetation bildeten eine farbenreiche Illusion in der sonst kargen Landschaft Achet-Atons.
Nach: Wegner, E., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 252 (Kat.-Nr. 34).

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).