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,benembene‘ / „benebene“

Ident. Nr.: III A 4938

ObjID: obj:782655

Details (Expert)

Beteiligte
Ostafrika-Expedition (1962 - 1963),
Sammler*in
Datierung
1962 - 1963
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Nuba,
Ethnie
Sudan,
Land
Material / Technik
Kürbis, Leder, Bambus, Metalldraht
Abmessungen
Länge: 59 cm
Breite: 25,5 cm
Höhe: 12,5 cm

Objektbeschreibung

Als Instrumentenkorpus eine in Längsrichtung gestreckte, mit Haut überzogene Kalebassenscherbe. Hautriemenspannung der Membran gegen einen auf der Schalenunterseite ruhenden Spannring gleichen Materials. Der Spannriemen ist als Teil der Membranhaut an einer Stelle mit derselben verwachsen und an einer anderen durch pflanzliches Material ausgebessert. Auf der Außenseite der Scherbe Markierungen von einer anders gelagerten (älteren?) Membranverschnürung. Zur Querstange hin divergierende Längsarme. Fünf Drahtsaiten. Knäuelringe, die die Saiten zusammen mit gedrehter pflanzlicher Schnur anbinden. Angeknüpfte Drahtabschnitte, die die Saiten nahe der unteren Schalen wand durch eine Membran- und eine Wandperforation hindurch verlängern. Die Membranperforation mit einer Klebmasse abgedeckt. Zusätzlich neun unregelmäßig verteilte, runde Deckenperforationen. Als unterer Saitenhalter ein an der Schalenaußenseite ruhendes Querholz. Ein kantiger Holzsteg. Eine zwischen beiden Längsarmen hin- und hergeführte rote Halteschnur, an die abschließend ein sehr schlankes, langes Fellplektrum angebunden ist.
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)

Letzte Aktualisierung: 23.09.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.