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Stillleben mit Fischen und Gemüse

Ident. Nr.: 5839

ObjID: obj:796277

Details (Expert)

Beteiligte
Takeuchi Seihō 竹内栖鳳 (1864 - 1942),
Maler*in
Datierung
Shōwa-Zeit
1930
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Abmessungen
Bildmaß: 66,8 x 71,9 cm

Objektbeschreibung

Takeuchi Seihō, eine der führenden Persönlichkeiten im Zirkel der zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Kyoto tätigen Nihonga-Maler, studierte anfangs unter Kono Bairei (1844–1895), dem letzten prominenten Vertreter der Maruyama-Shijō-Schule. Auf seiner Reise nach Europa am Ende des 19. Jahrhunderts lernte Seihō die Werke von Corot und Turner kennen, von denen er tief beeindruckt war. Nach seiner Rückkehr nach Japan im Jahre 1900 entwickelte Seihō mit mehr oder minder großem Erfolg eine Lavis-Technik, die dem westlichen Aquarell sehr nahe kam und ersetzte das erste Schriftzeichen "sei" seines Pseudonyms durch ein gleichlautendes Zeichen, das "Westen" bedeutet. Ab 1935 reiste Takeuchi Seihō häufig nach Namazu, einem an der Küste liegenden Erholungsort auf der Halbinsel Izu, um einen Freund zu besuchen. Dort ließ er sich von den lokalen kulinarischen Spezialitäten für seine Kompositionen inspirieren. Da er außerdem aus einer Familie stammte, die ein Fischrestaurant in Kyoto betrieb, war Seihō stets interessiert an der Darstellung von frischen Zutaten der Gourmetküche. Das vorliegende Stillleben ist eine harmonische Synthese von Elementen der japanischen Maruyama-Shijō-Schule mit ihrer Betonung des Skizzierens nach der Natur und einer Tendenz zur sanften, lyrischen Bildatmosphäre und der okzidentalen Wasserfarben-Technik.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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Niedriger Tisch (oder Fußbank)

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Der niedrige Tisch mit floralem Dekor zählt zu den Meisterwerken chinesischer Schnitzlackarbeiten der frühen Ming-Zeit und stammt ohne Zweifel aus den kaiserlichen Werkstätten, wie zwei eng verwandte Stücke in der Sammlung des Pekinger Palastmuseums bezeugen. An der Wende zur Ming-Dynastie waren die beiden für ihre roten Schnitzlacke berühmtesten Lackmeister tätig, Zhang Cheng und Yang Mao. Sie legten die Grundlagen für eine grandiose Blüte dieser Kunst, die in der Ära Yongle (1403–1424) und Xuande (1426–1435) ihren Höhepunkt erreichte. Die Schnitzlackarbeit dieses niedrigen Tisches besticht durch den weich modellierten Schnitt der dicken Lackschicht und die kompositorische Eleganz des Dekors. Die Oberseite zeigt halb oder vollständig geöffnete Päonienblüten und Knospen unterschiedlicher Größe. Die Beine und Querverstrebungen sind außer mit Päonien auch mit Pflaumenblüten, Lotos und Chrysanthemen geschmückt. Fritz Löw-Beer (1906–1976), aus dessen Sammlung das Werk stammt, begann bereits in den 1920er Jahren, chinesische Lackarbeiten zu sammeln und konnte im Verlauf weniger Jahre eine umfangreiche Sammlung aufbauen. Er konnte sie nach einer Ausstellung in Amsterdam im Jahre 1938 bei seiner Emigration nach den Vereinigten Staaten mitführen und so in Sicherheit bringen. Während und nach dem Kriege vermehrte und verbesserte Löw-Beer die Sammlung. Der Großteil der Sammlung befindet sich heute im Stuttgarter Linden-Museum, das diese Bestände (186 Lackarbeiten) 1978 erwarb. Einzelne bedeutende Lackkunstwerke gingen zuvor bereits an das Museum of Fine Arts in Boston, das Victoria and Albert Museum und das British Museum in London. Im Jahr 1972 gelang der Erwerb des berühmten kaiserlichen Thronensembles und 1978 aus dem Nachlass der Erwerb des niedrigen Tisches für die Berliner Sammlung.

Bodhisattva Ksitigarbha (Jizō Bosatsu)

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Das rechte Bein untergeschlagen und das linke locker auf einen Lotossockel stützend, sitzt der in jugendlicher Mönchsgestalt auftretende Jizō Bosatsu in lässiger Halblotossitzhaltung und erhabener Frontalansicht auf einem Lotosthron mit doppelt gestuftem Sockel. Die Attribute, das Mönchsgewand, das wunschgewährende Juwel und der für Wandermönche typische Rasselstab, weisen auf die jüngere Ikonographie des Jizō Bosatsu hin, die seit Beginn der Kamakura-Zeit (1185–1333) in Japan beliebt war. Mit dem Aufkommen des Buddhismus des Reinen Landes in Japan im 12. Jahrhundert stieg auch die Popularität des Jizō Bosatsu als eine der wichtigsten buddhistischen Gottheiten. Er galt als der einzige Bosatsu, der nach dem Eingang des historischen Shaka Butsu ins Nirvana und bis zur Erscheinung des zukünftigen Miroku Butsu in der physischen Welt geblieben ist, um den Seelen bei ihrem Durchgang der sechs Existenebenen als Helfer beizustehen. Besonders im japanischen Volksglauben genießt Jizō Bosatsu bis heute große Beliebtheit als Schutzgottheit der KInder, der Schwachen und Hilflosen sowie der Reisenden. Der Blütendekor des doppelgestuften Sockels sowie die Behandlung der Gewandmuster mit feiner Goldmalerei auf grünem und rotem Pigmentgrund haben ihre Vorbilder in der chinesischen Song-zeitlichen buddhistischen Malerei. Der subtile Gesichtsausdruck und die delikate Malerei mit Goldfabe sind charakteristisch für die sakrale Bildkunst der späten Kamakura-Zeit. [SM8HF]