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Gekrönter Buddha

Ident. Nr.: I 10069

ObjID: obj:813683

Details (Expert)

Beteiligte
Unbekannt,
Person
Datierung
16./17. Jh.
Geografische Bezüge
Nepal,
Land
Material / Technik
Holz, ursprünglich bemalt
Abmessungen
Objektmaß: 76 x 60 x 40 cm
Gewicht: ca. 25 kg

Objektbeschreibung

Gekrönter Buddha aus dem 16./17. Jh. Diese Darstellung zeigt Buddha mit einer einfachen Mönchsrobe bekleidet in Meditationshaltung sitzend und mit seiner rechten Hand die Erdberührungsgeste (bhumisparshamudra) ausführend. Die Geste sowie die gekrönte Darstellung deuten darauf hin, dass es sich um einen transzendenten Buddha, vermutlich Akshobya, den „Unerschütterlichen“, handelt. Akshobya hilft, durch Hass bedingte Verblendung in Weisheit zu verwandeln. SM8HF

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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Das rechte Bein untergeschlagen und das linke locker auf einen Lotossockel stützend, sitzt der in jugendlicher Mönchsgestalt auftretende Jizō Bosatsu in lässiger Halblotossitzhaltung und erhabener Frontalansicht auf einem Lotosthron mit doppelt gestuftem Sockel. Die Attribute, das Mönchsgewand, das wunschgewährende Juwel und der für Wandermönche typische Rasselstab, weisen auf die jüngere Ikonographie des Jizō Bosatsu hin, die seit Beginn der Kamakura-Zeit (1185–1333) in Japan beliebt war. Mit dem Aufkommen des Buddhismus des Reinen Landes in Japan im 12. Jahrhundert stieg auch die Popularität des Jizō Bosatsu als eine der wichtigsten buddhistischen Gottheiten. Er galt als der einzige Bosatsu, der nach dem Eingang des historischen Shaka Butsu ins Nirvana und bis zur Erscheinung des zukünftigen Miroku Butsu in der physischen Welt geblieben ist, um den Seelen bei ihrem Durchgang der sechs Existenebenen als Helfer beizustehen. Besonders im japanischen Volksglauben genießt Jizō Bosatsu bis heute große Beliebtheit als Schutzgottheit der KInder, der Schwachen und Hilflosen sowie der Reisenden. Der Blütendekor des doppelgestuften Sockels sowie die Behandlung der Gewandmuster mit feiner Goldmalerei auf grünem und rotem Pigmentgrund haben ihre Vorbilder in der chinesischen Song-zeitlichen buddhistischen Malerei. Der subtile Gesichtsausdruck und die delikate Malerei mit Goldfabe sind charakteristisch für die sakrale Bildkunst der späten Kamakura-Zeit. [SM8HF]