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Koptisches Ostrakon mit Schreibübungen (Daniel 1,8 und Phil 3:20 )

Ident. Nr.: P 710

ObjID: obj:823488

Details (Expert)

Beteiligte
Weitere Titel
Sammlungstitel: Koptisches Ostrakon mit Schreibübungen (Daniel 1,8 und Phil 3:20 )
Übersetzung: Coptic ostrakon with scribal exercises (Daniel 1,8 and Phil 3:20 )
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 10,2 x 14,2 x 2,1 cm

Objektbeschreibung

Dieses Ostrakon stammt aus einer Schreiberschule. Der Lernende hat hier Auszüge aus dem Alten Testament notiert. Auf der Vorderseite findet sich ein Auszug von Daniel 1,8, sowie Acts 13:26, eventuell noch bis Vers 27.  Die Rückseite enthält ebenfalls eine Version von Daniel 1,8 sowie Phil 3:20, gefolgt von drei Namen (Ananias, Paulos, und Papnoute).
J. Moje (nach Informationen von Leila Natalya Kawai’anuhea Hyde)

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).