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Die Verkündigung an Maria

Ident. Nr.: KdZ 2313

ObjID: obj:832792

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Constantijn Daniel van Renesse (1626.09.17),
Zeichner*in
Mitarbeit: Rembrandt Harmensz van Rijn (1606 - 1669),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: um 1652
Provenienz
William Esdaile (1758-1837),
317321
Abmessungen
Blattmaß: 17,4 x 23,1 cm

Objektbeschreibung

Van Renesse, der 1653 Stadtsekretär in Eindhoven wurde, war künstlerischer Dilettant. Durch die Aufschrift auf einem seiner Blätter ist er für 1649 in Rembrandts Werkstatt bezeugt, und man nimmt an, daß er bis 1652 mit dieser verbunden blieb.
Die Verkündigung ist in einem Innenraum dargestellt. Maria, die in der Ecke des Fensters an ihrem Betpult kniete, schrickt zurück vor dem Engel, der aus dem Dunkel des Raumes von rechts auf sie zutritt. Die Komposition ist in reinlicher, aber zögernder Pinseltechnik bildmäßig durchgeführt. In die vollendete Zeichnung setzt der Korrektor mit dunkler Tusche Striche, deren jeder einzelne stärker und sicherer gesetzt ist als alles, was das fertige Blatt besaß. Diese Kraft zeigt sich auch in der Zielrichtung der Korrekturen, Der zuvor leicht hereintretende Engel wird zu einer übermenschlich großen Standfigur mit majestätischer Geste. Das Betpult rückt in die Mitte und gibt die Figur Mariens, deren Umriß vereinfacht wird, frei. Über und neben Maria bekommt auch das Ambiente durch wenige lange Striche ein deutlicheres Gesicht.
Es sind einige Kopien nach solchen von Rembrandt korrigierten Zeichnungen bekannt (im Fall unseres Blattes in Braunschweig), die darauf schließen lassen, daß spätere Schüler durch das Kopieren aus den Fehlern anderer lernen sollten.

Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 216f., Kat. IV.67 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 17.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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