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Ident. Nr.: D (33 G 298) 613/1971

ObjID: obj:842243

Details (Expert)

Datierung
1840
Material / Technik
Kolorierte Lithographie
Abmessungen
Höhe x Breite: 7,2 x 9,9 cm

Objektbeschreibung

In Form eines Briefumschlages mit inliegendem Zettel, blau gedruckt. Auf Vorderseite sitzt vorm Tugendtempel ein Engel mit Lilien im Arm. Neben ihm kniet junges Menschenkind, im Himmel. Rechts Engelchen mit Füllhorn. "Erinnerung. Der Friede Gottes sey mit Dir." Rechts Blumenvase. Auf den Zipfeln pflanzl. Ornament. Tempel mit Rosen und Aufschrift "Tugend" links. Rückwärtigen Laschen des Umschlages sind mit Rankornamenten verziert.
Auf Zettel 6-Zeiler und handschriftlich: an Deine Pathe Friedrich August Matthes Quasnitz den 6. Januar 1840.
Auf dem Einlegekärtchen stehen die gedruckten Verse: "Auch Dir, o Kind, gab Gott dies Leben / Nicht bloß für diese kurze Zeit; / Er hat Dir heute Kraft gegeben, / Zu säen für die Ewigkeit; / Und wirst Du guten Samen streun, / Schön wird einst dort die Aernte seyn. - Hierbei denke oft [handschriftlich: an Deine / Pathe Friedrich August Mathes / Quaßnitz] den [6. Januar] 18 [40]".
Dieser Patenbrief ist ein frühes Beispiel für die auf den Faltenbrief folgende Briefchenform. Auf den Briefchen werden die genaueren Eintragungen zum Beruf des Paten immer seltener. Es findet sich auch nur selten ein Herstellername, denn die Briefchen sind nicht mehr Erzeugnis eines Handwerksmeisters, sondern der Massenfabrikation.

Letzte Aktualisierung: 12.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."