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Königin Luise von Preußen

Ident. Nr.: HM 3396

ObjID: obj:860756

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Leonhard Posch (7.11.1750 - 1.7.1831),
Bildhauer*in
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Berlin (KPM) (gegründet 1763),
Porzellanmanufaktur
Datierung
um 1810
Geografische Bezüge
faktischer Entstehungsort: Berlin
Material / Technik
Biskuitporzellan, Holzrahmen
Abmessungen
Höhe: 19,5 cm
Breite: 17,5 cm
Gewicht: mit Rahmen 508 g

Objektbeschreibung

Das Biskuitbildnis der Königin Luise liegt auf blauem Fond auf und wird von einem goldradierten ovalen Kranz aus Immortellen gerahmt. Die Königin ist im Profil nach rechts dargestellt. Sie trägt ein Diadem und Perlenschmuck im aufgesteckten Haar. Ihr tief ausgeschnittenes Empirekleid wird von einem Hermelinmantel überfangen. Das Biskuitbildnis basiert auf einem Modell von Leonhard Posch, das um 1810, im Todesjahr der Königin, entstanden ist. Neben Porzellan sind auch Ausformungen aus Gips, vergoldetem Messing und Eisen überliefert. Weiterführende Informationen sind zu finden in: Dorothee Heim, Die Berliner Porzellanplastik und ihre skulpturale Dimension 1751-1825. Der Sammlungsbestand des Kunstgewerbemuseums Staatliche Museen zu Berlin (=Bestandskatalog XXVI. des Kunstgewerbemuseums SMB), Berlin, Regensburg 2016, S. 557; Carla und Christian Beyer (Freundeskreis keramischer Münzen und Medaillen), Medaillen der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin, www.online-druck.biz, 2019 (2. Auflage), S. 111.
ClKa

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa