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Das Urteil des Paris

Ident. Nr.: 1959

ObjID: obj:863099

Details (Expert)

Beteiligte
Doman Hering (um 1510 - 1549),
Bildhauer*in
Datierung
um 1529
Material / Technik
Solnhofener Stein
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 22,1 x 19,8 x 2,1 cm
Gewicht: 1,66 kg

Objektbeschreibung

Das Relief zeigt eine seit dem Mittelalter verbreitete Variante des Paris-Urteils. Paris ist darin nicht der trojanische Königssohn, der den Schönheitswettbewerb zwischen den Göttinnen Hera, Athena und Aphrodite zugunsten letzterer entschied, sondern ein vornehmer Ritter, dem in einer Traumvision Merkur mit den drei Göttinnen erscheint. Die als Traum dargestellte Begegnung erlaubte es, eine neue, nach moralischen Gesichtspunkten zu treffende Entscheidung zu fällen. So wählte der Ritter nicht die verführerische Aphrodite, sondern die von Merkur zugeführte Hera, die nach der zeitgenössischen Mode die für verheiratete Frauen übliche Haube trägt. Der Ritter auf dem Relief weist die Gesichtszüge des Pfalzgrafen Ottheinrich auf, während Hera die Züge von Ottheinrichs Frau Susanna trägt, deren Vermählung 1529 stattfand. Das Relief entstand aus diesem Anlass.

Letzte Aktualisierung: 17.02.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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