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Kreuzabnahme

Ident. Nr.: 2396

ObjID: obj:864238

Details (Expert)

Beteiligte
Adriaen van Wesel (um 1417),
Bildhauer*in
Datierung
Datierung: um 1480
Systematik/Art
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 49,5 x 49 x 13 cm
Gewicht: 7 kg

Objektbeschreibung

Um den diagonal über den Schoß seiner Mutter gebetteten Leichnam Christi sind die weiteren Teilnehmer der Szene in einem Halbkreis gruppiert. Dieser öffnet sich vorne zum Betrachter hin, dem der Leib mit seinen Wundmalen als Bild der Andacht und Kontemplation präsentiert wird. Die dargestellten Personen sind aufgrund ihrer Position im Relief und ihrer wechselseitigen Kontaktaufnahme durch Berührung und Blick auf jeweils unterschiedliche Weise in Beziehung zu dem Toten gesetzt. Wie so oft in Kreuzigungsbildern nimmt die einstige Sünderin Maria Magdalena, stellvertretend für die sündige Menschheit zugegen, einen distanzierten Platz zu Christi Füßen ein. In dem relativ kleinen Format sind Trauer und Zuwendung eindringlich erfaßt. In seiner Konzeption griff Adriaen van Wesel auf Bildgedanken Rogier van der Weydens zurück; zum Vergleich bieten sich die Kreuzabnahme im Prado in Madrid sowie die Beweinung Christi im Musée des Beaux-Arts in Brüssel an.

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

Liturgischer Teller (Patene)

Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.