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Büste eines Afrikaners

Ident. Nr.: 1/57

ObjID: obj:864777

Details (Expert)

Beteiligte
zugeschrieben: Josse de Corte (1642-1679),
Bildhauer*in
Datierung
Datierung: Mitte 17. Jahrhundert
Datierung engl.: mid-17th century
Abweichende Datierung: Mitte 17. Jh.
Systematik/Art
Weitere Titel
Sammlungstitel: Büste eines Afrikaners
Übersetzung: Bust of an African
Büste eines Afrikaners
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 27,2 x 15,5 x 13,2 cm (mit Sockel)
Erwerbung
1957

Objektbeschreibung

Diese unvollendete Büste scheint ein Werkstattmodell für eine Darstellung von einem Afrikaner zu sein. Die verzerrten Züge, der kurze Hals und der qualvolle, angsterfüllte Gesichtsausdruck zeigen eine Person im Ausnahmezustand, eine alles andere als normale Person. Zudem unterstreichen diese Merkmale die Fremdartigkeit und das Seltsame – das Andere. (Jonathan Fine 2017)

Letzte Aktualisierung: 15.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

Liturgischer Teller (Patene)

Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.