Logo

Der Tod Mariae

Ident. Nr.: 1884

ObjID: obj:865492

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Giotto (um 1267 - 1337),
Maler*in
Datierung
Ausführung: um 1310
Weitere Titel
Sammlungstitel: Der Tod Mariae
Übersetzung: Death of the Virgin
Geografische Bezüge
Italien,
Land
Material / Technik
Pappelholz
Abmessungen
Bildmaß: 75,8 x 179,7 cm Giebelform

Objektbeschreibung

Dargestellt ist die Entschlafung Mariens, ein Bildthema, das sich aus apokryphen Quellenschriften speist, von denen die wichtigste ein mit »Transitus Mariae« überschriebener Text eines anonymen Autors (Pseudo-Meliton) ist, der von Gregor von Tours (538–594) modifiziert wurde. Aufgrund dieser Vorlagen redigierte Jakobus da Voragine seine Version des Geschehens für die Legenda aurea, eine Sammlung mit den Lebensbeschreibungen der Heiligen. In allen Quellen wird zwischen verschiedenen, zeitlich aufeinanderfolgenden Ereignissen unterschieden: Marias Bitte, im Kreise der Apostel, Patriarchen und Engel sterben zu dürfen, ihrer eigentlichen Entschlafung, den Exequien (Trauerfeier), der Grablegung sowie der Auferweckung und Himmelfahrt. Giotto hat mehrere Elemente dieser Ereignisse auf der Berliner Tafel in einer einzigen Darstellung synthetisiert. Das Sujet des Bildes ist hier demnach weniger als »historia« (Bilderzählung) zu bezeichnen, sondern vielmehr als eine ohne zeitliches Kontinuum formulierte Inszenierung des Totenkults, als Darstellung des Rituals gemeinschaftlicher Erinnerung aufzufassen.

Vor diesem Hintergrund nimmt es nicht wunder, dass Giottos Komposition zahlreiche Verweise auf das mittelalterliche Bestattungsritual enthält. Dazu zeigt die Tafel Anwesende verschiedener Kategorien: Neben den Aposteln kommt insbesondere den Engeln eine wichtige Rolle zu. Bei Exequiendarstellungen und in der Grabmalsikonografie treten sie als Liturgen auf und spenden – dem Text der Apokalypse folgend – den Weihrauch. Hier übernimmt ein Engel in der rechten Bildhälfte
diese Aufgabe. Mit vollen Wangen bläst er in ein Rauchfass, um die Glut darin zu entfachen. Zudem sind, am linken Bildrand, Frauen gegenwärtig, die Gefährtinnen Mariens. Sie können gleichzeitig als Verweise auf die zum Trauergeleit gehörenden Frauen im realen Bestattungskult verstanden werden. Neben dem Sarkophag steht ferner beidseitig ein Engelpaar mit speziellen gedrehten Kerzen, die beim Sterbesegen entzündet wurden. Es folgte die Totenklage. Auf der Berliner Tafel vollführen die prominent über dem Haupt Mariens positionierten Apostel Gesten der Trauer. Der Klerus versammelte sich anschließend zur Vigil, die Bußpsalmen wurden gelesen, und der Körper wurde mit Weihwasser besprengt. Wir sehen Petrus auf der linken Seite aus den Psalmen rezitieren, während Andreas, in grüner Gewandung, von rechts das Aspergill mit dem Weihwasser führt. In anschließender Prozession geleitete man den Leichnam unter Gebet und Gesang zu Grabe.

Wenn sich diese Momente des Geschehens auf dem Bild allesamt finden lassen, dann deshalb, weil das Flachgiebeldossale um 1310 auf einem am Lettner befindlichen Seitenaltar des Florentiner Humiliatenkonvents zu Ognissanti aufgestellt war, der explizit der Verrichtung von Totenoffizien und Memorialgottesdiensten zugeeignet war. Unmittelbar vor ihm befanden sich Bodengräber. Das Kultbild war demnach thematisch auf das liturgische Ritual abgestimmt, das sich davor ereignete,
während das Zeremoniell selbst wiederum eine visuelle Überhöhung durch das im Altarbild inszenierte Geschehen erhielt. Mit der Entschlafung Mariens verbindet sich die christliche Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Das kultische Handeln um Tod und Memoria war für den Humiliatenorden von großer Bedeutung, denn mit dieser seelsorgerischen Tätigkeit waren wichtige Einnahmen verbunden, die den Mönchen durch Anteile am Nachlass Verstorbener zukamen. Als 1296 der innerstädtische Friedhof in Florenz aufgelöst wurde, zählte der außerhalb des Stadtzentrums
gelegene Konvent von Ognissanti für einige Jahre zu den wichtigsten Kirchen für den Bestattungskult, da sich in unmittelbarer Nähe ein großer Friedhof befand, der unbeschränkt ausgedehnt werden konnte. Dieses für die Existenz des Ordens wichtige Bildwerk gaben die Mönche bei dem bedeutenden Florentiner Maler Giotto di Bondone in Auftrag, der es, auf der Höhe seines reifen Schaffens, um 1310 ausführte. Die tiefenräumliche Erscheinung des Geschehens ist durch die Positionierung massiver Figuren und ihre säulenartige Staffelung erwirkt. Bildeinführend kniet einer der Apostel vor dem bildparallel gestellten Sarkophag mit dem darauf ausgestreckten Körper Mariens. Dahinter wird die in hellem Gewand mittig stehende Figur Christi von zwei Aposteln in grüner Toga flankiert. In der rosa- und cremefarbenen Gewandung ist die Gestalt Christi mit den Engelpaaren verbunden, die links und rechts vom Sarkophag stehen: Vorder- und Mittelgrund sind durch derartige Farbklänge kunstvoll miteinander verwoben. Von der mittig vor dem Sarg knienden Figur des Engels entfaltet sich die Handlung hinüber zu den Seiten, hin zum Blau des links stehenden Engels, der seine Hände ringt, und zu jenem auf der rechten Seite, der seine Ellenbogen in seinen Umhang hineindrückt. Es ist auch die prononciert vorgetragene Körperlichkeit, die Giottos Figuren von der vorhergehenden byzantinischen Formensprache abhebt, weshalb der Maler seit frühester historiografischer Tradition als Vater der modernen Malerei gilt.

Im Verlauf seiner bewegten Geschichte hat die Malschicht des Berliner Retabels stark gelitten. Das Flachgiebeldossale wurde im Zuge diverser Umgestaltungen der Ognissanti-Kirche (Entfernung des Lettners und Barockisierung des Raums im 16. Jahrhundert) von seinem Altar entfernt, schließlich veräußert und gelangte im 19. Jahrhundert nach England in die Sammlung des Reverend Walter Davenport Bromley. 1913 wurde es von dem Londoner Kunsthändler Robert Langton Douglas erworben, der es dem Kaiser Friedrich Museumsverein verkaufte. Nachdem dieses wichtige Werk zunächst hinsichtlich der Autorschaft diskutiert wurde, gilt es inzwischen unbestritten als autografes Werk des großen Florentiner Meisters, Farbkomposition und Figurenstil bestätigen dies. Stephan Weppelmann | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei - Gemäldegalerie Berlin, 2019
___________________________________________

This work depicts the Dormition of the Virgin Mary, a theme that derives from apocryphal scriptures, of which the most important is the text headed Transitus Mariae by an anonymous author (Pseudo-Meliton), which was altered by Gregory of Tours (538–594). On the basis of these sources Jacobus da Voragine edited his version of the events for the Golden Legend (legenda aurea), a collection of saints’ lives. All sources distinguish various events in a chronological sequence: Mary’s wish to be allowed to die among the apostles, patriarchs and angels, her actual dormition, the funeral, the entombment and her resurrection and ascent into heaven. On the Berlin panel, Giotto made a synthesis of several elements of these events in one single depiction. The subject of the painting in this case should therefore be understood less as a historia (pictorial narrative) than as a representation of the
funeral cult rendered without a chronological continuum, a depiction of the ritual of communal commemoration.


Given this background, it is not surprising that Giotto’s composition contains numerous references to the medieval burial ritual. Moreover, the panel shows the participating figures in different categories: alongside the apostles, an important role is given to the angels in particular. In representations of obsequies and in the iconography of funeral monuments they appear as officiants and – following the text of the Apocalypse – are the givers of incense. Here, an angel in the right-hand part of the picture performs this task. With puffed-out cheeks, he blows into a censer in order to ignite the embers within it. Also present, on the left margin of the scene, are women, Mary’s companions. They can be regarded simultaneously as references to women in the cortège in an actual burial ritual. On each side of the sarcophagus, there also stands a pair of angels with special twisted candles, which were lit for
the blessing of the dead. This was followed by the lament for the deceased. On the Berlin panel, the apostles placed prominently above Mary’s head are performing gestures of mourning. After this, the clergy assembled for the vigil, the Penitential Psalms were read, and the body was sprinkled with holy water. We see Saint Peter on the left reciting from the psalms, while Saint Andrew, clothed in green, carries the aspergillum with the holy water from the right. In the subsequent procession, the body was accompanied to the grave with prayers and song.

That all of these aspects of the funeral scene can be identified on the painting is explained by the fact that this low-gabled dossal was placed on a side altar on the screen in the Florentine Ognissanti monastery of the Umiliati order. The altar was explicitly assigned to the offices of burial and memorial services. Graves in the floor of the church were placed directly in front of it. The painting was thus thematically devoted to the liturgical ritual that took place in front of it, while the ceremony itself was visually enhanced by the events depicted on the altarpiece. The Dormition of the Virgin Mary is associated with Christians’ expectation of life after death. The cult of death and commemoration was of great importance to the Umiliati, as this pastoral activity was linked to a significant income that the monks received through a share of the deceased person’s estate. When the cemetery in the inner city of
Florence was dissolved in 1296, the Ognissanti monastery outside the city centre became one of the leading churches for burials for a period of some years, as a large cemetery that could be extended indefinitely was situated in its immediate vicinity. The commission for this painting, which was of significance for the existence of the Umiliati order, was given by the monks to Giotto di Bondone, a leading Florentine painter, who executed it in about 1310 at the pinnacle of his mature period of work.
The three-dimensional appearance of the scene is created through the positioning of weighty figures and their arrangement like staggered columns. By way of introduction, one of the apostles kneels at the sarcophagus, which is set parallel to the edge of the painting, with the body of Mary stretched out upon it. Behind this, the figure of Christ, standing in the middle with a light-coloured robe, is flanked by two apostles wearing green togas. In its pink and cream-coloured clothing, the form of Christ is linked to the pairs of angels standing to the left and right in front of the sarcophagus: by means of such chromatic harmonies, the foreground and middle ground are skilfully interwoven. From the figure of the angel kneeling in front of the sarcophagus at the centre, the story unfolds to the sides, to the blue of the angel on the left who is wringing his hands and to the angel on the right who is pressing his elbows into his cape. The pronounced rendering of corporeality is one element that distinguishes Giotto’s figures from the Byzantine formal language that preceded him. For this reason, the artist has been regarded since the beginnings of art historical tradition as the father of modern painting.

In the course of its rich history, the paint layer of the Berlin altarpiece has suffered considerably. During various alterations to the Ognissanti church (the removal of the screen and the Baroque remodelling of the interior in the 16th century) it was taken from its altar, was eventually sold, and in the 19th century came to England to the collection of Reverend Walter Davenport Bromley. In 1913,
it was purchased by the London art dealer Robert Langton Douglas, who sold it to the Kaiser Friedrich Museumsverein. Following initial discussions of the authorship of this important work, it is now regarded without dispute as a work by the great Florentine master’s own hand, as the colour composition and the style of the figures confirm. Stephan Weppelmann | 200 Masterpieces of European Painting - Gemäldegalerie Berlin, 2019

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Gemäldegalerie

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Giovanni Mocenigo (1508-1580)

Giovanni Mocenigo (1508-1580)

Der Porträtierte wurde 1954 von Rodolfo Pallucchini überzeugend als Giovanni Mocenigo identifiziert, dem jüngeren Bruder des Dogen Alvise I. Mocenigo. Giovanni bekleidete hohe Staatsämter in Venedig, unter anderem als Consigliere und Savio del Consiglio. Ein enges persönliches Verhältnis verband ihn mit seinem Bruder; nach dem Tod des kinderlosen Dogen fielen dessen Erbansprüche an Giovannis Kinder. Beide Brüder erscheinen gemeinsam in einem Votivbild Tintorettos, das um 1575 entstand und sich heute in der National Gallery of Art in Washington befindet (Samuel H. Kress Collection; Inv.-Nr. 1961.9.44). Es zeigt den Dogen Alvise Mocenigo und seine Frau gemeinsam mit seinem Bruder Giovanni sowie dessen Söhnen vor der Jungfrau mit dem Kind. In diesem Gemälde wurden vier der dargestellten Köpfe – darunter der Giovanni Mocenigos – offenbar nach dem lebenden Modell auf kleineren Leinwänden gemalt und anschließend in die größere Komposition eingefügt. Dieses Werk ermöglichte Pallucchini die Identifizierung des Berliner Porträts. In dem Einzelporträt Giovannis in der Gemäldegalerie wählte Tintoretto das in seinem Porträtschaffen ungewöhnliche Brustbildformat. Im Vergleich zum Gemälde in Washington erscheint Giovanni Mocenigo hier gealtert; das Berliner Porträt dürfte daher kurz vor seinem Tod im Jahr 1580 entstanden sein. Unter Verzicht auf die repräsentative Würde, die Tintorettos Halb- und Dreiviertelfigurenporträts sonst auszeichnet, ging es dem Künstler hier um eine geistige Erfassung und psychologische Durchdringung des Dargestellten. In der Ausstrahlung dieses durch den musternden Blick Distanz schaffenden, zugleich aber in seiner Schlichtheit und Direktheit intim wirkenden Porträts gehört das Werk zu den bedeutenden Leistungen Tintorettos im Bereich der Porträtmalerei. | Aus: Gemäldegalerie. Katalog der ausgestellten Gemälde des 13.-18. Jahrhunderts 1975 (2025 aktualisiert von Sven Jakstat)

Allegorie des Wohlstands im Gefolge fürstlicher Pracht

Allegorie des Wohlstands im Gefolge fürstlicher Pracht

Das Bild zeigt einen Ausblick in ein weites Tal. Links vorne, aus Buschwerk emporwachsend, erhebt sich ein türmereicher Palast. Eine weitläufige, geschwungene Treppe führt zu einer arenaartig eingefassten Terrasse, die dem Bauwerk vorgelagert ist. Die Architektur des Palastes ist recht eigenartig. Mächtige Türme unterschiedlicher Form bilden die Ecken des Gebäudes. Dazwischen spannen sich Gebäudeflügel und Kolonnaden. Im unteren Teil wirkt der Bau wie eine Festung aus grobem Mauerwerk, an den Ecken mit Quadern verstärkt und nur durch schießschartenähnliche Öffnungen durchbrochen. In den oberen Geschossen bietet die Architektur ein völlig anderes Bild mit von Balustraden umzogenen Balkonen, loggienartigen Bogenstellungen und gekuppelten Fenstern, die von weiteren Bogen überfangen sind. Die Türme enden in tempelartigen Aufbauten mit Laternen. In den oberen Stockwerken scheint sich das Bauwerk ganz der Umwelt zu öffnen. Es hat den Charakter eines Lustschlosses, das, in heiterer Umgebung gelegen, der Unterhaltung seiner Bewohner dient. Diesem Charakter entspricht auch ein Teil des Geschehens, das wir im Bild erkennen. Ein reich gekleidetes Paar steigt auf der Treppe zum Palast empor. Oben wird es von einem Kavalier empfangen, der ihm aus einem großen Pokal, einem »Willkomm«, den Gast trunk darbietet. Ein zweiter Edelmann lehnt an der Balustrade und betrachtet die Szene. Die Mäntel des vornehmen Paares fließen scheinbar zu einer übergroßen Schleppe zusammen, die sich wie ein Teppich über die Treppe hinbreitet. Darauf hat sich am unteren Ende eine Gruppe von Bettlern oder fahrenden Leuten niedergelassen. Der Unterschied des Standes drückt sich – nicht ganz im Einklang mit den Gesetzen der Perspektive - auch im Größenmaßstab der Figuren aus. Nach rechts hin schließt ein Hain von Bäumen das Bild ab. Im Mittelgrund wird der Blick durch eine reich gestaltete Landschaft geführt. Auf Hügeln erheben sich Burgen, weiter im Tal breiten sich Städte mit Palästen und Türmen aus. Die Bogen einer Brücke überspannen in der Ferne einen Fluss, an dessen Ufer sich Gebäude reihen. Weiter dem Horizont zu steigt eine Kette blauer Berge auf, an deren Hänge sich Burgen und Dörfer schmiegen. Nach rechts hin spannt sich ein See, dessen Ufer in der blauen Weite des Horizonts verdämmern. Anmutig und heiter wirkt diese Landschaft. Was die Darstellung besagen soll, ist nicht mit Gewissheit geklärt. Der allegorische Sinn des Bildes liegt offenbar in dem Gegensatz zwischen dem prunkenden Reichtum des Paares, das zum Schlosse zieht, und der Armut der Bettler, die sich auf der Schleppe niedergelassen haben. An der Schleppe der Reichen hängt die Armut, und die Not wohnt an den Schwellen der Schlösser. Der sprichwörtliche Titel, der Bettel sitzt der Hoffart auf der Schleppe, der dem Bild erst später beigelegt wurde, faßt diesen Sinn in Worte. Wesentlicher Ausdruck des Bildes ist der einer heiteren Unwirklichkeit. Auch die Architektur des Palastes ist nicht real, eher verkörpert sie architektonische Träume. Das wird deutlich, wenn man sich den Bau vorzustellen versucht. Das ist deshalb bemerkenswert, weil Altdorfer selbst Baumeister war. Anregungen zu solchen Architekturbildern entnahm er, das lässt sich nachweisen, graphischen Vorlagen. Unter seinen Händen verwandeln sich die nüchternen Stiche in Erscheinungen einer Märchenwelt. Traumhaft wie die Architektur ist auch die Welt, auf die wir blicken. Der Reiz liegt vor allem in der Wiedergabe der lichterfüllten, durchsonnten Landschaft mit blühenden und grünenden Bäumen und Büschen. Die Figuren im Bild leuchten wie Edelsteine und sind trotzdem ganz in die umgebende Landschaft eingebunden. Mäntel und Schleppe des Paares erscheinen wie die Fortsetzung der Treppe und der Terrasse. Figuren und Umwelt werden zu einer Einheit verschmolzen. Die heitere Zuständlichkeit der Landschaft, die sich vor dem Auge wie eine Weltlandschaft ausbreitet, erscheint dabei eigentümlich bewegt und von geheimnisvollem Leben durchpulst.| 200 Meisterwerke der europäischen Malerei - Gemäldegalerie Berlin, 2010SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. rechts unten auf einem Baumstamm: 1531 / AA (verbunden)_____________________________________________________________________________A richly dressed nobleman and his wife are walking up steps to the terrace of a palace. There a cavalier is waiting for them with a magnificent goblet from which to toast their arrival. A family of beggars has settled down on the end of the long train, and the noble couple are unwittingly pulling them along behind. The title of the picture vividly captures the core of the allegory, which could also be slightly altered as “Pride Goeth Before a Fall”.| Prestel Museum Guides - Gemäldegalerie Berlin, 2012