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Grablegung Christi mit Maria und Johannes dem Evangelisten

Ident. Nr.: 223

ObjID: obj:866163

Details (Expert)

Beteiligte
Niccolò Fiorentino (1445) (1445),
Bildhauer*in
Datierung
Datierung: um 1465
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Entstehungsort stilistisch: Venedig
Material / Technik
Istrischer Kalkstein
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 40,4 x 42,3 x 6,4 cm
Gewicht: 21 kg

Objektbeschreibung

Das Relief ist unter dem Eindruck der expressiven Spätwerke Donatellos entstanden. Sein Auftraggeber war der venezianische Patrizier und Senator Alvise di Marino Lando, der zwischen 1470-72 das Amt des Conte von Traù innehatte.
Das Darstellungsschema der Engelpietà, bei dem zwei Engel den Leichnam Christi metaphorisch als Altaropfer vorzeigen, ist hier mit dessen Grablegung verknüpft, die laut biblischem Bericht jedoch nicht von Engeln vorgenommen wurde. Die Engelknaben und die sich durch das Tragetuch um die Christusfigur herum ergebende Form einer Mandorla sind daher auch ein Hinweis auf die nach der Grablegung erfolgende Auferstehung. Vervollständigt wird das vielschichtige Andachtsbild durch die trauernden Figuren von Maria und Johannes, die an dieser Stelle als Zeugen der Passionsgeschichte auftreten.

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

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Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.