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Madonna mit dem Apfel

Ident. Nr.: M 6

ObjID: obj:866171

Credit: Eigentum des Kaiser Friedrich Museumsvereins

Details (Expert)

Beteiligte
Luca della Robbia (1399),
Bildhauer*in
Datierung
1450–1460
Systematik/Art
Material / Technik
glasierte Terrakotta
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 57,5 x 43,5 x 17,4 cm (Relief)
Höhe x Breite x Tiefe: 98 x 75 x 20 cm (Rahmenmaß)
Gewicht: 15,5 kg (Relief)
Gewicht: 18 kg (Rahmen)
Gewicht: 33,5 kg (gesamt)

Objektbeschreibung

Im christlichen Glauben ist der Apfel die Frucht der Erbsünde, die von Eva von der Schlange genommen und von Adam gegessen wurde; der Apfel, den Christus hält, ist hier ein Zeichen der Erlösung von dieser Sünde. Sowohl die Mutter als auch das Kind schauen zuversichtlich in eine Richtung, so dass sich der Betrachter in dem direkten Blick der blauen Augen von Jesus und Maria Trost finden kann.

In Christian thought, the apple is the fruit of original sin, taken by Eve from the snake and eaten by Adam; the apple held by Christ is here a sign of redemption from this sin. Both mother and child are confidently looking in one direction, so that the beholder could seek consolation in the direct blue gaze of Jesus and Mary.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

Liturgischer Teller (Patene)

Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.