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Die Kreuzigung Christi

Ident. Nr.: 672

ObjID: obj:866944

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Unbekannt,
Maler*in
Werkstatt: Frans Francken (der Jüngere) (1581 - 1642),
Maler*in
Datierung
Ausführung: um 1600
Weitere Titel
Sammlungstitel: Die Kreuzigung Christi
Übersetzung: The Crucifixion
Geografische Bezüge
Flandern,
Region
Material / Technik
Eichenholz
Abmessungen
Bildmaß: 63,2 x 54 cm
Erwerbung
1821 Ankauf aus der Sammlung des Kaufmanns Edward Solly, Berlin

Objektbeschreibung

Im Zentrum der Komposition hängt Christus am Kreuz. Er wird gerahmt von den mit ihm gekreuzigten Verbrechern. Am Fuße seines Kreuzes trauern Frauen um seinen Tod, während zu den Seiten des Bildes Soldaten die Szenerie beherrschen. Im Vordergrund zanken zwei Männer um das Gewand Christi, einer von ihnen holt gerade mit seiner Hand aus. Frans Franck der Jüngere (II.) war ein flämischer Maler, der sich auf Genreszenen und historische Motive spezialisierte. Er gilt als der bekannteste Vertreter der Antwerpener Maler-Familie Francken. Seine Werkstatt, in der dieses Gemälde vermutlich entstand, war überaus produktiv. Seine sakralen Werke stehen noch deutlich unter dem Einfluss seines Vaters Frans Francken I. Oftmals wurden Sie fälschlicherweise dem Vater zugeschrieben, so auch bei diesem Werk.

SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. links unten: Frans Franck

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Gemäldegalerie

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Lustige Gesellschaft auf einer Terrasse

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Der aus Südtirol stammende, in den 1720er und 1730er Jahren an der Wiener Akademie ausgebildete und dort arbeitende Johann Georg Platzer orientierte sich an den Antwerpener Kleinmeistern des 17. Jahrhunderts sowie an der Pariser Malerei des 18. Jahrhunderts. Er schuf vorrangig Feinmalereien auf Kupfer, bei denen es sich häufig um beliebte Objekte für anspruchsvolle Kunstkammern handelte. Dazu muss auch das wohl in die Wiener Zeit zu datierende Berliner Gemälde gezählt werden. Es ist ein typisches Beispiel für Platzers in leuchtenden Farben mit feinem Pinsel auf dünner Grundierung ausgeführte Gesellschaftsstücke mit ihren dicht gefüllten Bildräumen.Eine heitere Gesellschaft bevölkert einen durch die Staffageearchitektur rechts und den Brunnen links begrenzten Garten. Links im Vordergrund reicht ein sitzender junger Kavalier  das eben gefüllte Weinglas der neben ihm stehenden Dame, die einen auffälligen, aus einem Blumenkranz, einer Feder und einem transparenten Schleier bestehenden Kopfputz trägt. Ein Knabe bietet dem Paar Früchte in einer reich verzierten Schale dar. Insbesondere die aufgeschnittene Melone verdeutlicht die darin enthaltene Einladung zum sinnlich erotischen Genuss. Hinter der Stuhllehne erhebt ein weiterer Mann scheinbar mahnend den Zeigefinger. Beobachtet wird dieses Geschehen von zwei im zentralen Bogen der Gartenarchitektur stehenden Männern.Frisuren und Kostüme sind nicht zeitgenössisch, sondern scheinen sich an solche der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts anzulehnen. Mit seinem Berliner Bild verweist Platzer auf Genrebilder mit musizierenden, tanzenden und trinkenden Paaren im Freien vor allem der flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts (zum Beispiel Rubens' "Liebesgarten" im Prado, Madrid). Mit diesem in seinem Werk regelmäßig auftretenden inhaltlichen und formalen Rückbezug auf eine frühere Blütezeit der Malerei apelliert der Künstler an den Geschmack einer Sammlerschicht, die mit der Bildsprache dieser Vorbilder vertraut war.In Format und Bildaufbau offenbart das Berliner Bild enge Verwandtschaft zu den ebenfalls in die Wiener Zeit zu rechnenden Pendants "Allegorie des Gehörs" und "Allegorie des Geschmacks" (Graz, Alte Galerie am Landesmusem Joanneum). Zudem ähneln Kleid und Kopfputz der Frauenfigur jenen einer ebenfalls in Graz bewahrten "Tamburinschlägerin mit Flöte spielendem Kavalier". Krapf (2014) ordnet die angeführten Werke innerhalb Platzers Werk in die Gruppe der frühen Konversationsstücke ein.