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Die Ruhe auf der Flucht nach Ägypten

Ident. Nr.: 608

ObjID: obj:866984

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Joachim Patinir (1475 - 10.1524),
Maler*in
Datierung
Ausführung: 1520
Weitere Titel
Sammlungstitel: Die Ruhe auf der Flucht nach Ägypten
Übersetzung: Rest on the flight to Egypt
Geografische Bezüge
Antwerpen,
Stadt
Material / Technik
Eichenholz
Abmessungen
Bildmaß: 65,3 x 81 cm
Erwerbung
1821 Ankauf aus der Sammlung des Kaufmanns Edward Solly, Berlin

Objektbeschreibung

In der weltoffenen Handelsstadt Antwerpen, wo Patenier seit 1515 als freier Meister arbeitete, war er 1520/21 mit Albrecht Dürer zusammengetroffen, der ihn in seinem Reisetagebuch als den »gut Landschaftmaler« bezeichnete und diesen Terminus damit erstmals verwendete. Patenier, der durch Hieronymus Bosch, Gerard David und Quinten Massys beeinflußt wurde, hat mit seinen Landschaften, in denen sich die kosmische Ordnung mit den vielfältig beobachteten Einzelheiten der Natur verbindet, den Weg für Pieter Bruegel d. Ä. gewiesen. In der Landschaft mit der Ruhe auf der Flucht nach Ägypten hat Patenier die groß im Vordergrund dargestellte Madonna nicht selbst gemalt, sondern diese Arbeit einem Künstler aus dem Atelier Joos van Cleves anvertraut, der seinerseits auf das Vorbild der Madonna am Kamin (St. Petersburg, Eremitage) des Meisters von Flémalle zurückgriff. Wie im Vogelflug gleitet der Blick über die weite Landschaft. Gleich einem bunten Teppich breitet sich das Land vor unseren Augen aus. Es ist eine Natur, die als Teil des Kosmos der göttlichen Ordnung unterstellt ist. Ihr verdankt die Tiefe des Raumes und die Weite des Himmels ihre Einheit. Die von Gott geordnete Natur setzt sich aus einer Fülle genau beobachteter Einzelheiten zusammen, die sich zu einem Gesamtbild formieren, das immer neue Einblicke offenbart. So dringt der Blick in die Tiefe, erfaßt die bizarren, bis in die Wolken aufragenden Felsen und schweift ungehindert in die Ferne, wo sich schier endlos dehnende Wälder erstrecken und Schiffe auf die unbegrenzte Weite des Meeres hinaussegeln. Es sind wenige Lokalfarben, die in mannigfaltiger Abstufung von Grün und Braun bis hin zu einem lichten, kristallinen Blau den Eindruck von Tiefe und Weite vermitteln. Mit dieser meisterlichen Farbbehandlung und eingehenden Berichterstattung verbindet sich eine gewissenhafte Schilderung der Begebenheiten, die sich um die Berichte von der Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten ranken. Nicht der Bibel, sondern den apokryphen Schriften verdanken wir die zahlreichen wundersamen Begebenheiten, die sich auf der Flucht zugetragen haben. Es ist vor allem das apokryphe Evangelium des Pseudo-Matthäus gewesen, das auf Literatur und Kunst vom Mittelalter bis in die Renaissance stärkeren Einfluß auszuüben vermochte als die Bibel. Hier wird berichtet, wie die Heilige Familie in die Stadt Sotinen gereist war und wie beim Betreten des Tempels die heidnischen Götzenbilder zu Boden stürzten. Wir sehen den hoch in der Flanke des Bergmassivs gelegenen Tempel und das neben dem Weg zum Heiligtum errichtete Standbild, das von seiner Säule herabstürzt. Die im Vordergrund an den Wurzeln des Baumes entspringende Quelle weist auf ein weiteres Wunder hin, das sich der Legende zufolge ereignet hat. Die zutraulichen Vögel nahe der Gottesmutter und dem Kind zeigen, daß auch die Kreatur ihren Herrn erkennt. In Bethlehem, einem ärmlichen Dorf nahe dem rechts ins Meer mündenden Fluß, sehen wir die von Herodes ausgesandten Soldaten, die die unschuldigen Kinder töten. Voller Verzweiflung suchen die wehklagenden Mütter ihre Kinder zu schützen. Patenier hat die aufeinanderfolgenden Ereignisse zeitgleich im Bild festgehalten, um zu verdeutlichen, daß die Darstellung erst angesichts der Chronologie der Geschehnisse ihre besondere Bedeutung erhält. Zu diesen Geschehnissen gehört auch die in der niederländischen Kunst oft geschilderte Legende des Erntewunders. Als die Heilige Familie aus Furcht vor den Soldaten des Herodes Bethlehem verließ, kam sie an Bauern vorbei, die Korn aussäten. Joseph trug ihnen auf, den Verfolgern zu sagen, daß sie vorbeigezogen seien, als das Getreide gesät wurde. Durch ein Wunder reifte das Korn über Nacht und konnte schon am nächsten Morgen geschnitten werden. Auf diese Weise wurden die Soldaten durch die wahrheitsgemäße Auskunft der Bauern getäuscht und dadurch veranlaßt, ihre Verfolgung aufzugeben. Patenier hat die Legende im Nebeneinander des frisch bestellten und des erntereifen Feldes am Rande Bethlehems sowie die Befragung der Bauern durch Soldaten sinnfällig gestaltet. Nicht nur die in der Landschaft angesiedelten Szenen, sondern auch Blumen und Pflanzen dienen dem tieferen Verständnis der geschilderten Begebenheit. So weist die neben der Quelle im Vordergrund blühende Schwertlilie ebenso wie die dornige Distel symbolhaft auf die bevorstehende Passion Christi hin, die der Menschheit die Erlösung gebracht hat. Rainald Grosshans | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei – Gemäldegalerie Berlin, 2019
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In 1520/21, in the cosmopolitan mercantile hub of Antwerp where he had worked since 1515 as an independent master, Patinir met Albrecht Dürer, who referred to Patinir in his travel diary as a “good landscape painter”, thereby employing this term for the very first time. With his landscapes, where the cosmic order is joined with a multiplicity of observed natural details, Patinir – who was influenced by
Hieronymus Bosch, Gerard David, and Quinten Massys – prepared the way for Pieter Bruegel the Elder.

Patinir himself did not paint the Madonna who looms large in the foreground of the landscape with the Rest on the Flight into Egypt, instead entrusting this work to an artist from the studio of Joos van Cleve, who himself had recourse to the example set by the Virgin and Child by a Fireplace (Saint Petersburg, Hermitage) by the Master of Flémalle. The viewer’s gaze soars like a bird in flight over this spacious landscape. The terrain spreads itself out before our eyes like a colourful carpet. Here, nature is perceived as an element of a larger cosmic order. And this order is responsible for the unity of the depth of space and the breadth of the sky. The nature that is arrayed here by God consists of a multiplicity of precisely observed details that come together to form a larger image, one that continually discloses new aspects. Penetrating into the distance, the gaze apprehends fantastic cliffs which loom up all the way into the clouds, wandering unobstructed into the distance, where a seemingly endless forest stretches out, and ships sail out into the boundless expanse of the sea. Very few local colours are used to convey an impression of depth and breadth; instead, a multitude of green and brown gradations gradually yield to the bright, crystalline blue along the horizon.

Combined with this masterful handling of colour and meticulous description of phenomena is a conscientious depiction of occurrences that are intertwined with reports about the Flight of the Holy Family into Egypt. It is not the Bible, but instead apocryphal texts to which we owe our knowledge of the numerous marvelous events that occurred during the Flight. In particular, it was the apocryphal
Gospel of Pseudo Matthew that exercised a stronger influence than the Bible on literature and art during the Middle Ages, and continuing up until the Renaissance. Here, it is reported that when the Holy Family travelled to the town of Sotinen and entered the temple there, the idols of the heathen gods toppled to the ground. In this painting, we see a temple set high up in the slopes of a tall mountain, and alongside the path leading up to the sanctuary, a statue that topples from its
column. The spring that flows near the roots of a tree in the foreground refers to another miracle reported by legend. The trusting bird seen near the Virgin and Child illustrates that even the creatures recognise their Lord. In Bethlehem, an impoverished village situated near the river that flows into the ocean on the right, we see the soldiers sent by Herod to massacre the innocents. Filled with despair,
the lamenting mothers attempt to shelter their children. In his panorama, Patinir has depicted this series of events contemporaneously in order to clarify that the scene only acquires its special significance in light of its chronological sequencing.

Among these events is the legend of the Miracle of the Harvest, which is frequently depicted in Netherlandish art. When the Holy Family flees Bethlehem in fear of Herod’s soldiers, they pass peasants sowing grain. Joseph instructs them to tell their pursuers that they passed by when the crop was sown. Through a miracle, the corn grew overnight, and was ready for harvesting the very next morning. In this way, the soldiers were deceived by the truthful information offered by the peasants, and were hence prompted to abandon their pursuit. Patinir has given vivid shape to the legend through the juxtaposition of the freshly tilled yet already ripened fields at the edge of Bethlehem and the questioning of the peasants by the soldiers. Not just the scenes scattered throughout the landscape, but the flowers and plants as well facilitate a deeper understanding of the depicted event. Both the yellow flag set next to the spring in the foreground as well as the thorny thistles are symbolic references to the imminent Passion of Christ, which will bring redemption to humanity. Rainald Grosshans | 200 Masterpieces of European Painting – Gemäldegalerie Berlin, 2019

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Gemäldegalerie

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Simson und Delila

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Verse aus dem alttestamentarischen Buch der Richter, die von List und Verrat bestimmt sind, wurden hier von dem preußischen Hofmaler Antoine Pesne bildkünstlerisch umgesetzt. Danach (AT) war der Israelit Simson von Gott dazu auserwählt, sein Volk von der Fremdherrschaft der Philister zu befreien. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Kraft kämpfte Simson erfolgreich gegen die Besatzer. Seine Stärke verdankte er seinen ungeschorenen Haaren, denn Gott hatte verfügt, dass kein Schermesser je sein Haupt berühren solle. Die bei den altorientalischen Völkern verankerte Vorstellung, dass üppiger Bart- und Haarwuchs Gewähr für männliche Kraft bietet, fand hier ihren Niederschlag.Simson verliebt sich in die schöne Delila und verrät ihr das Geheimnis seiner übermenschlichen Kraft. Delila verrät Simson an die Fürsten der Philister und gewährt ihnen Zugang zum schlafenden Geliebten. Die Philister schnitten Simson im Schlaf seine Locken ab und nahmen ihm so seine Stärke.Die Gruppe der Hauptfiguren bildet ein gedachtes Dreieck, das auf einem Postament angeordnet ist. Hierdurcch wird eine stabile Komposition geschaffen, welche der Unruhe der Assistenzfiguren entgegenwirkt. Unverkennbar sind die koloristischen Anregungen der flämischen und italienischen Malerei des 17. Jahrhunderts.  Der Franzose Pesne, welcher zu diesem Zeitpunkt bereits in Berlin lebte und für den Preußischen Hof arbeitete, bemühte sich 1719/20 um die Aufnahme in die Pariser Académie royale de peinture et de sculpture. Vorab schickte er seinem Freund, dem Maler und Akademiemitglied Nicolas Vleughels, zur Einschätzung eine Skizze dieser Komposition nach Paris. Möglicherweise studierte auch Jean Antoine Watteau Pesnes Federzeichnung. In der Folge entschloss sich Pesne, eine veränderte Gemäldefassung zu schaffen, mit der er sich dann im Juli 1720 erfolgreich um die Mitgliedschaft in der Pariser Akademie bewarb. Es darf angenommen werden, dass Pesne die Berliner Erstfassung nie nach Paris schickte. Sie dürfte sich später im Eigentum seines bedeutenden Schülers Christian Bernhardt Rode befunden haben.

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Die künstlerische Zusammenarbeit war ein zentrales Thema der flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts. So spezialisierten und konzentrierten sich einige Maler auf ganz bestimmte Aufgabenbereiche. Auch in der großen Antwerpener Werkstatt von Peter Paul Rubens kam es häufig zu einem Teamwork von Spezialisten. Ein treffliches Beispiel für diese Form der Zusammenarbeit bietet das Gemälde Maria mit dem Kind.Die Bildidee geht zweifelsohne auf Rubens selbst zurück, der die stehende Gottesmutter hinter einer mit einem persischen Blumenteppich bedeckten Balustrade präsentiert. Sie blättert in einer reich ausgestatteten Handschrift und hält locker mit ihrer rechten Hand das stehende Christuskind, dem sie ihre Brust gibt. Zunächst legte wohl ein Mitarbeiter aus Rubens` gut besetzter Werkstatt, möglicherweise nach einer heute nicht mehr existierenden Skizze des Meisters, das Bild in groben Zügen an. Der Bereich der Gottesmutter und des Christuskindes wurde dann von Rubens` eigener Hand zu guter Letzt noch einmal gründlich überarbeitet. Dadurch erfuhr die Mutter-Kind-Gruppe entscheidende, eigenhändige Veränderungen, so dass sie erst unter Rubens` Pinselführung zur jetzigen Einheit zusammenwachsen konnte.Für die Rosenranken und die mit Frühlingsblumen bestückte Blumenvase bediente sich Rubens eines Spezialisten, dessen Identifizierung bis zum heutigen Zeitpunkt Probleme bereitet. Zur Diskussion stehen Jan Brueghel d. Ä. (1568-1625) und sein Sohn Jan Brueghel d. J. (1601-1678). Lange Zeit datierte man das Gemälde kurz vor Mitte der 20er Jahre und sah bezüglich der Blumen den Schöpfer in Jan Brueghel d. Ä. Heute hält man das Gemälde aus stilistischen Gründen für ein Rubenswerk der Jahre 1625/28. Da mit dem 12. Januar 1625, dem Todestag Jan Brueghels d. Ä., ein terminus ante quem für die Mitarbeit an dem Gemälde vorhanden ist, müsste man die Blumen konsequenter Weise dem Sohne zuschreiben. An der ausführenden Hand des Fruchtkorbes im rechten Vordergrund bestand hingegen in der Forschung nie ein Zweifel. Einhellig sehen in ihm die Experten den Pinselstrich des Stilllebenmalers Frans Snyders (1579-1657), mit dem Rubens eine freundschaftliche Beziehung verband und den er des Öfteren als Spezialisten für Stillleben und Tiere bei seinen Gemälden heranzog.

Roelof de Vos van Steenwijk

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Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) mit seiner Gemahlin und seinen Kindern (9 Teile)

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Medaillonkette mit den Darstellungen von Pfalzgraf Philipp (1627 - 1655), Pfalzgräfin Henriette (Fürstin von Siebenbürgen, 1626 - 1651), Pfalzgraf Moritz (1620 - 1652), Pfalfgräfin Elisabeth (Äbtissin von Herford, 1618 - 1680), Pfalzgraf Karl Ludwig (Kurfürst von der Pfalz, 1617 - 1686), das Herrscherpaar Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (König von Böhmen, 1596 - 1632), Kurfürsten Elisabeth von der Pfalz (Königin von Böhmen, 1596 - 1662), Pfalzgraf Rupert (1619 - 1682) und Pfalzgräfin Luise Hollandine (Äbtissin von Maubuisson, 1622 - 1709).Sieben der Darstellung sind mit mit den Initialen des Künstlers versehen. Die des Herrscherpaares jedoch nicht, diese weisen auf stilistische Anregungen durch Gemälde von Hoskins d. Ä. oder van Dycks hin. Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz vermählte sich 1613 mit Elisabeth Stuart, der Tochter Jakobs I. von England. Damit waren Hoffnungen auf eine Stärkung der evangelischen Pfalz im Reich verbunden. Im Jahre 1616 heiratete die Schwester des Pfälzers, Elisabeth Charlotte, den brandenburgischen Kurprinzen Georg Wilhelm. 1619 wählte die böhmischen Stände Friedrich V. von der Pfalz zu ihrem König, womit sie die rechtmäßige Herrschaft Kaiser Ferdinand II. mißachteten. Die Unbotmäßigen votierten damit für den Glaubensgenossen Friedrich V. als Haupt der protestantischen Union. Dieser Entscheidung widersetzte sich das Haus Habsburg. Der lebenslustige und risikobereite "Winterkönig" (Freidrich V.) schöpfte die neue königliche Würde reichlich aus. Jedoch weder England noch die Niederlande oder Brandenburg konnten dem Glaubensbruder wegen eigener innenpolitischen Schwierigkeiten beistehen. Auf diplomatischen Druck Englands und Frankreichs hin verhielt sich die protestantische Union neutral, was zu einer Isolierung Friedrich V. führte (3. Juli 1620: Ulmer Vertrag). Am 8. November 1620 stand der "Winterkönig" den Heeren des Kaisers, Kursachsens und Spaniens in der Schlacht am Weißen Berg bei Prag gegenüber. Schon nach einer Stunde beherrschten die Armeen der katholischen Liga unter Tillys Kommando die Walstatt. Friedrich V. und Familie flohen zuerst zum Schwager nach Brandenburg. Im Neumärkischen Küstrin an der Oder wurde noch im selben Jahr (1620) Pfalzgraf Moritz geboren. In Gefangenschaft von Seeräubern ist er später in Algier verschollen. Pfalzgraf Ruprecht studierte 1634 gemeinsam mit dem brandenburgischen Kurprinzen (seit 1675 der Große Kurfürst genannt) in Leiden. Die einstige böhmische Königin und Tante des Hohenzollern, Elisabeth von der Pfalz, lebte seit Beginn ihres Wittums (1632) in Rhenen bei Arnheim.Die Medaillonkette wurde am 19. März 1689 unter der Inv.Nr.53 auf die Kunstkammer im Berliner Schloß gegeben. Schon das Inventar von 1694 meldete den Verlust des Miniaturporträts von Pfalzgraf Gustav, welcher einjährig starb. Inzwischen fehlen zwei weitere Bildnisse. Aleander Cooper (um 1605 London - 1660 Stockholm) - einer der bedeutendsten Miniaturmaler - war seit 1631 im Haag tätig, wo er wohl auch die Berliner Medaillonkette schuf (R.M.).SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. Auf den beiden Deckeln unter einer Königskrone: SHE? (verbunden)Porträts von links:1. rechts unten im Grund: A[C]; Rückseite: Philippus P.P. / Aet: 5: / 26 Octobrio 1632; 2. links im Grund: AC; Rückseite: Herriette P.P. / Aet. 6: / 7 Juli 1632.;3. links im Grund: AC; Rückseite: Mauritius P.P. / Aet: 11: / 6 Januari 1632.;4. Rückseite: Elisabetha, P.P. / Aet: 13: / 26 Nouem: 1632; 5. rechts unten im Grund: AC; Rückseite: Carolus. P.P.E. / Aet. 14: / 22 Decem 1632.;6. Rückseite: Federicus R•B• / AET: 36 / 16 Augus 1632.7. Rückseite: Elisabetha R• B• / Aet 36: / 19 Augus 1632;8. Rechts unten im Grund: AC; Rückseite: Rupertus P•P• / Aet: 12: / 17 Decem 1632.;9. rechts im Grund: A[C]; Rückseite: Louisa P•P•. / Aet: 10: / 8 April: 1632.;10. Porträt verschollen; Rückseite: Eduardus P•P• / Aet: 8: / 6 Octobrio 1632•; 11. Porträt verschollen; Rückseite: Sophia P•P• / Aet: 2: / 14 Octobris 1633•12. Porträt verschollen; Rückseite: Gustavus P•P• / Aet: 1: / 4 Januari 1633