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Stillleben mit Kirschen und Erdbeeren in Porzellanschüsseln

Ident. Nr.: 60.2

ObjID: obj:867432

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Osias Beert (der Ältere) (1580 - 1623),
Maler*in
Datierung
Ausführung: 1608
Weitere Titel
Sammlungstitel: Stillleben mit Kirschen und Erdbeeren in Porzellanschüsseln
Übersetzung: Still Life with Cherries and Strawberries in Porcelain Bowls
Geografische Bezüge
Antwerpen,
Stadt
Material / Technik
Kupfer
Abmessungen
Bildmaß: 49,4 x 65,5 cm
Erwerbung
1960 Ankauf von der Galerie Matthiesen, London

Objektbeschreibung

Der Betrachter blickt auf eine einfache hölzerne Tischplatte, auf der mehrere Gegenstände stehen. Ins Auge fallen zunächst zwei chinesische Porzellanschüsseln aus der Zeit des Kaisers Wan-Li, von denen die eine mit Walderdbeeren, die andere mit Kirschen gefüllt ist. Dahinter steht eine Zinnschale mit eingelegten Oliven. Als einer der ersten flämischen Maler präsentierte Osias Beert in seinen Werken chinesisches Porzellan, das im frühen 17. Jahrhundert in Europa noch sehr selten war. Zwischen
den Schalen stehen drei mit Rotwein, Wasser und Weißwein gefüllte Gläser. Am prächtigsten ist die sogenannte Becherschraube im linken Bildvordergrund, ein Glaspokal mit vergoldetem Fuß. Doch auch bei den beiden Gläsern venezianischer Art handelt es sich um Luxusgegenstände. Ein Brötchen, eine Libelle und ein auf einem Messer mit Perlmuttgriff sitzendes Tagpfauenauge vervollständigen das
Ensemble.

Die Objekte sind mit nur wenigen Überschneidungen über die Bildfläche verteilt. Dadurch steht jedes Element als Einzelstudie für sich und kann in seiner Oberflächenbeschaffenheit minutiös wiedergegeben werden. Dieses Kompositionsverfahren ist typisch für die frühe flämische Stilllebenmalerei und insbesondere für das Werk von Osias Beert. Dieser datierte seine Werke nicht. Die rückseitig auf dem kupfernen Bildträger angebrachte Jahreszahl 1608 darf aber auch als Entstehungsjahr für das Werk angenommen werden.

Das Bildthema der gedeckten Tafel (niederl. »banketje«) entwickelte sich als eigenständige Stilllebengattung um 1600. In ihm offenbart sich der damalige Delikatessenkult der wohlhabenden städtischen Bevölkerung. Vor allem Obst nahm als besonderer Genuss eine herausragende Stellung in der Ernährung der oberen Schichten ein. Auch bei hellem Brot, wie dem hier gezeigten Brötchen, handelte es sich um ein Feinschmeckerprodukt. Dass hier die Oberschicht den Tisch decken ließ, verdeutlicht auch die Tatsache, dass die meisten Menschen zu dieser Zeit von Holztellern aßen und aus Holzbechern tranken. Wie Inventare des 17. Jahrhunderts belegen, fanden die sogenannten »banketjes« meist als dekorative Ausstattungsstücke in den Wohnungen des wohlhabenden Patriziats Verwendung.

Auf einer weiteren Ebene dienten die Bilder aber auch der moralischen Belehrung des Betrachters. Dieser war es zu Beginn des 17. Jahrhunderts gewohnt, hinter der primären Darstellungsebene eine symbolische zu suchen. Die Bilder luxuriös gedeckter Tische enthalten immer auch eine Warnung vor der »Voluptas oculorum« (Augenschmaus), die den Betrachter daran hindern kann, Gott zu folgen. Die verderblichen Früchte bedeuten weltlichen Genuss und Vergänglichkeit. Walderdbeeren und Kirschen waren Symbole der Verlockung und der Sinnenfreuden, zugleich wurden Erdbeeren in der mittelalterlichen Bildtradition aber auch der Jungfrau Maria zugeordnet und Kirschen im Kontext des Paradiesgartens dargestellt. Die als Frucht mit temperierender Kraft angesehene Olive bildet mit dem ihr zugeordneten Wasserglas ein ausgleichendes Gegengewicht zum Luxus der linken und rechten Objektgruppen. Das Messer erinnert an das Opfer Christi, dem die menschliche Seele, symbolisiert durch den Schmetterling, ihre Unsterblichkeit verdankt. Im Unterschied zum Schmetterling, der als einziges Insekt das Gute verkörperte, galt die Libelle als Unglücksbringer und war
unter dem Beinamen »Teufelsnadel« bekannt. Bei frühen Mahlzeitstillleben wie diesem handelte es sich also um vielschichtige Reflexionsbilder, die den Blick des Betrachters auf unterschiedliche Weise fesselten. Sarah Salomon | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei - Gemäldegalerie Berlin, 2019
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The picture shows several objects arranged on a simple wooden tabletop. The viewer’s gaze is immediately drawn to two Chinese porcelain bowls from the Wan Li dynasty, one of which is filled with wild strawberries, the other with cherries. Behind the bowls is a pewter dish with olives. Osias Beert was one of the first Flemish painters to depict Chinese porcelain, which in the early 17th century was still very rare in Europe. Between the two bowls there are three goblets filled with red wine,
white wine and water. The most magnificent of these is the “Becherschraube” glass goblet with a gilt base in the left foreground. The other two Venetian glass goblets are also luxurious objects. The composition is rounded off by a bread roll, a dragonfly and peacock butterfly sitting on a knife with a mother-of-pearl handle.

The objects are distributed in the scene with very little overlapping. Each element stands alone as an individual study and the different surfaces have been meticulously reproduced. This type of composition is typical for early Flemish still-life painting, and particularly so for the work of Osias Beert. The artist did not date his paintings; however, on the reverse the copper panel bears the year 1608, which can be assumed was the year this still-life was painted.

The banquet pieces (Dutch banketje) emerged as a distinct sub-genre in stilllife paintings around 1600. The origins of the genre are the opulent market scenes in Flemish painting, which celebrated food and fed the wealthy urban population’s fascination with delicacies. As a particular treat, fruit occupied a special place on the tables of the upper classes. White bread, like the bread roll depicted here, was
also a luxury. This painting obviously displays the table of a wealthy household, as is shown by the fact that most people in this time in history would have eaten from wooden plates and used wooden cups. Household inventories from the 17th century document that the banketjes were commonly used as decorative exhibits in the homes of rich patricians.

On a different level, these paintings also served the purpose of moral instruction for the viewer, who, at the beginning of the 17th century, was accustomed to seeking the symbolic meaning behind the primary level of representation. Paintings of luxuriously set tables always contained a warning against voluptas oculorum (“feast for the eyes”) which could prevent the viewer from recognising and following God. The perishable fruits represented earthly pleasure and transience. Wild strawberries
and cherries were symbols of temptation and sensual pleasure; additionally, in the Medieval pictorial tradition strawberries were assigned to the Virgin Mary and cherries were seen in the context of the Garden of paradise. The olives, which in contemporaneous medical literature were considered to have a tempering effect, at the centre of the painting and the water glass close to them form a counterbalance to the luxury of the groups of objects on the left and right side. The knife reminds the viewer of Christ’s sacrifice which makes the human soul – symbolised by the butterfly – immortal. In contrast to the butterfly, which is the only insect that symbolizes good, the dragonfly was considered the harbinger of bad luck and was also called the “devil’s darning needle”. Early banquet still-lifes such as this one were multi-layered pictures that called on the viewer to reflect while captivating the gaze in various ways. Sarah Salomon | 200 Masterpieces of European Painting - Gemäldegalerie Berlin, 2019

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Gemäldegalerie

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Maria mit dem Kind

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Seit dieses anmutige Bild 1823 erstmals in Berlin inventarisiert wurde, hat man es um das Jahr 1500 datiert und zunächst mit der venezianischen, dann mailändischen Schule in Verbindung gebracht. Stilistische Vergleiche legten eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Stil von Ambrogio Bergognone nahe, während eine andere Einschätzung eher auf die Schule von Verona hindeutete, und auf Paolo Morando, genannt Cavazzola. Die Zuschreibung an Johannes Hispanus stammt von Federico Zeri und unabhängig davon von Franco Moro. Giovanni Romano fasst hervorragend die Stilelemente zusammen und verortet die Maria mit dem Kind zwischen Ferrara (mit Ortolano und Niccolò Pisano) und Cremona (mit Boccaccio Boccaccino). Sowohl die Landschaft als auch die glänzenden Stoffe, etwa der Umhang der Jungfrau Maria, zeigen eine Nähe zu Malern aus dem Gebiet von Venedig, nicht nur zu Giorgione, sondern insbesondere auch zu Dosso Dossi, Romanino und Tizian, was die geografische Zuordnung unterstützt. Die klar erkennbaren Ähnlichkeiten zwischen dieser Arbeit und einer von Johannes Hispanus signierten Grablegung in der Sammlung Saibene in Mailand bestätigen die Zuschreibung der Tafel zu diesem Maler. Allerdings fand das Berliner Werk in der Literatur zu Johannes Hispanus zunächst nur wenig Beachtung. Dies änderte sich erst mit der ersten Monografie über den Maler von Stefania Castellana (2017), die für diese Tafel eine Datierung zwischen 1502 und 1504 anregt; als Grund nennt sie die stilistische Nähe zur Jungfrau Maria auf dem Altarbild von Boccaccino in der Kirche San Zulian in Venedig (um 1502), während Gestalt und Antlitz denen der Meister von Ferrara und insbesondere von Niccolò Pisano ähneln. Zugleich erinnert die typisch puppenartige, wie eingefroren wirkende Darstellung des Jesuskindes an ein entsprechendes Detail auf dem später entstandenen Altarbild von Montecassiano in den Marken (1506–08). Sechzig Jahre nach seinem Erwerb zusammen mit der Sammlung Solly wurde das Bild, nachdem es 1830 nur einige Jahre in der Berliner Galerie zu sehen gewesen war, 1884 an das Provinzialmuseum in Hannover und dann 1912 an das Landesmuseum der Provinz Westfalen in Münster gegeben. 1942 kehrte es nach Berlin zurück.__________________________________________________________________Ein erlesenes Werk des ´Johannes Hispanus`, einem Maler aus Spanien (Valencia) mit stilistischem Bezug zur Toskana (Piero di Cosimo), der Lombardei (Luini), zu Venedig (Boccaccino, Giovanni Agostino da Lodi) und Ferrara (Nicola Pisano, Garofalo, Ortolano) aus dem ersten Drittel des 16. Jahrhunderts. Die starken italienischen Einflüsse haben Teile der Krtiker gespalten, so glauben manche Kunsthistoriker eher an die Autorschaft eines italienischen Malers.

Die Venezianerin (Heilige Maria Magdalena)

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Die früheren Fassungen in London (The National Gallery), Florenz (Gallerie degli Uffizi) und Los Angeles (J. Paul Getty Museum) geben links unten statt der Signatur das Salbgefäß vor dem offenen Grab. Im Berliner Gemälde fehlt dieses Attribut der Magdalena, und es wird die Identität der Dargestellten bewusst offengelassen. Es bleibt das verwirrende Spiel mit dem halb abgewandten, aber aus dem Bild schauenden Gesicht der ansonsten verhüllten, jedoch durch das Licht und Gold des Gewands aufs Äußerste hervorgehobenen Frau. Die Mauer verstärkt noch ihre Dominanz, verstellt dem Blick des Betrachters die Flucht. Im Londoner Gemälde schimmert der Stoff silbern – vielleicht als Abglanz des Auferstandenen. Die scheinbar dickere Oberfläche im Berliner Bild lässt beinah an eine Metallfolie denken. | Prestel-Museumsführer - Gemäldegalerie Berlin, 2017SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. unten links an der Mauer: Joanes Jeroni̅us / Savoldus. de / brisia / faciebat._________________________________________Earlier versions of this work in London (The National Gallery), Florence (Gallerie degli Uffizi) and Los Angeles (J. Paul Getty Museum) depict a vessel of ointment before the open tomb in the bottom left-hand corner, rather than a signature. This attribute of Mary Magdalene is missing in the Berlin painting; thus the subject’s identity is deliberately ambiguous. What we see, then, is a bewildering game played with the veiled face of the woman, whose image is powerfully highlighted by the light and gold of her garments. The wall further increases her dominance of the picture, as it does not allow the viewer’s eye to escape. In the London picture the fabric has a silver sheen—perhaps as a reflection of the risen Christ. The dense surface of the Berlin painting almost suggests metal foil. | Prestel Museum Guides - Gemäldegalerie Berlin, 2017

Thronende Maria mit dem Kind

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Schützend hält die Jungfrau Maria ihren Sohn Jesus, während sie gleichzeitig eine Rose von ihm fernhält. Trotz ihres Ausdrucks tiefster Schwermut hat sie die fundamentale Aufgabe angenommen, ihren Sohn auf seinem Weg zu begleiten. Der Jesusknabe wiederum hält lächelnd zwei Weinbeeren in der linken Hand. Sie verweisenebenso wie die Rose auf seinen künftigen Leidensweg: Der Rosenzweig deutet symbolisch auf die Dornenkrone hin, wohingegen die Trauben auf jene Episode beim Letzten Abendmahl anspielen, in der Jesus seinen Jüngern Wein reicht und dabei sagt: »Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.« (Lukas 22,20)Robust und majestätisch wie ein Thron wirkt Maria wie ein integraler Bestandteil der Architektur. Das rote Samtkleid spiegelt die Rottöne der Steine wider und ihr Umhang zeigt dieselbe umfassende Geste wie die hinter ihr liegende Nische. Gleich einem stützenden Schemel faltet er sich zugleich unter den Füßen des Kindes undbegrenzt die Intimität der mütterlichen Szene ebenso wie das Brüstungssims aus weißem Marmor den Vordergrund von der Landschaft im Hintergrund trennt. Nur ihr Blick erinnert uns daran, dass sie trotz dieser Transformation immer noch auch eine Mutter ist.Die leuchtende Farbpalette und der Zug zur exakten Wiedergabe der Details ließen anfänglich Flandern als Ursprungsort dieser Tafel vermuten. Auf einen italienischen Urheber schienen hingegen die Monumentalität der Figuren, das Einbinden architektonischer Ruinen und die elaborierte perspektivische Landschaftsdarstellunghinzudeuten. Die Lösung dieses Rätsels findet sich vermutlich in der Entwicklung der spanischen Malerei des 15. Jahrhunderts. In diesem Zeitraum existierten auf der iberischen Halbinsel neben- und gegeneinander flämische und italienische Einflüsse, die sukzessive dem spanischen Geschmack angepasst und zu einer eigenenDarstellungsweise zusammengeführt wurden.Einer der Protagonisten dieses Prozesses war Pedro Berruguete, der um das Jahr 1445 nahe Palencia in Paredes de Nava geboren wurde und vermutlich 1503 in Madrid verstarb. Ausgebildet wurde er wahrscheinlich bei einem Meister der spanisch-flämischen Tradition mit guten Kenntnissen der aktuellen Entwicklungenin Flandern. Konkrete Anhaltspunkte für einen eigenen Aufenthalt Berruguetes in Flandern gibt es nicht, dafür deutet vieles darauf hin, dass er im Zeitraum zwischen etwa 1473/74 und 1483 am Hof Federico da Montefeltros in Urbino wirkte. Die um das Jahr 1475 datierte Tafel könnte somit von ihm in Italien gefertigt worden sein.Hierfür spricht auch das offenkundige Interesse an einer exakten Wiedergabe der verschiedenen Marmorsorten und der architektonischen Details, denn Vergleichbares findet sich in Berruguetes späteren, nach seiner Rückkehr in Kastilien geschaffenen Arbeiten nicht wieder. Das Bild hängt seit 2019 im spanischen Kabinett des Bode-Museums. Maria López-Fanjul | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei - Gemäldegalerie Berlin, 2019____________________________________The Virgin Mary protectively holds her son Jesus, at the same time holding a rose away from him. Despite her expression of deep sadness, she has accepted her fundamental task of accompanying her son on his path. The Child, for his part, smiles and holds two grapes in his left hand. Like the rose, they point to his future suffering: the rose branch refers symbolically to his crown of thorns, the grapes to the episode at the Last Supper in which Jesus serves wine to his apostles, saying: “This cup is the new covenant in my blood, which is shed for you.” (Luke 22:20)Robust and majestic as a throne, Mary seems to be an integral part of the architecture. Her red velvet dress mirrors the red tones of the stones, and her cloak displays the same enclosing gesture as the niche behind her. Like a supporting stool, the cloak is also folded beneath the feet of the child, limiting the intimacy of the scene of mother and child, just as the white marble parapet separates the foreground from the landscape in the background. Only the look in Mary’s eyes reminds us that, despite this transformation, she is still a mother.The palette of glowing colours and the tendency to exact reproduction of detail initially led to the assumption that this panel was painted in Flanders. The monumentality of the figures, the incorporation of architectural ruins and the elaborate representation of the landscape in perspective, on the other hand, seemed to suggest an Italian artist. The solution to this riddle is probably to be found in the development of Spanish painting in the 15th century. In this period in the Iberian peninsula, there existed competing and co-existing Flemish and Italian influences, which were successively adapted to Spanish taste and combined to form a characteristically Spanish manner of depiction.One of the protagonists in this process was Pedro Berruguete, who was born in about 1445 in Paredes de Nava near Palencia and probably died in 1503 in Madrid. He was presumably trained by a master of the Spanish Flemish tradition who had a good knowledge of the latest developments in Flanders. There is no specific indication that Berruguete himself spent time in Flanders, but much to suggest that he was active at the court of Federico da Montefeltro in Urbino between 1473/74 and 1483. The panel dating from approximately 1475 could therefore have been painted by him in Italy. This is suggested by his obvious interest in the exact rendering of different kinds of marble and the architectural details, as comparable traits are not present in Berruguete’s later work, produced after his return to Castile. Since 2019, the picture hangs in the Spanish room of the Bode-Museum. Maria López-Fanjul | 200 Masterpieces of European Painting - Gemäldegalerie Berlin, 2019